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Ruag International investiert kräftig ins Satellitengeschäft in USA

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Dies bedeute die doppelte Anzahl an Mitarbeitenden, die doppelte Anzahl der Infrastruktur und der Produktion, sagte Ruag-Chef André Wall in einem Interview mit der "Handelszeitung", das am Mittwoch vorab veröffentlicht wurde. "Dafür investieren wir einen dreistelligen Millionenbetrag." Vor gut einem Monat hatte Beyond Gravity einen Grossauftrag von Amazon erhalten. Das Unternehmen wird Satellitendispenser für das Kuiper-Satellitennetzwerk des US-Konzerns herstellen. Für Beyond Gravity ist dies der grösste Einzelauftrag in der Geschichte des Unternehmens, ohne dass Angaben zur Grösse gemacht wurden. "Amazon hat Verträge mit Arianespace, Blue Origin, Oneweb und ULA abgeschlossen. Und wir beliefern auch europäische ESA-Programme. Für all diese Kunden verdoppeln wir unsere Kapazitäten in den

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Dies bedeute die doppelte Anzahl an Mitarbeitenden, die doppelte Anzahl der Infrastruktur und der Produktion, sagte Ruag-Chef André Wall in einem Interview mit der "Handelszeitung", das am Mittwoch vorab veröffentlicht wurde. "Dafür investieren wir einen dreistelligen Millionenbetrag."

Vor gut einem Monat hatte Beyond Gravity einen Grossauftrag von Amazon erhalten. Das Unternehmen wird Satellitendispenser für das Kuiper-Satellitennetzwerk des US-Konzerns herstellen. Für Beyond Gravity ist dies der grösste Einzelauftrag in der Geschichte des Unternehmens, ohne dass Angaben zur Grösse gemacht wurden.

"Amazon hat Verträge mit Arianespace, Blue Origin, Oneweb und ULA abgeschlossen. Und wir beliefern auch europäische ESA-Programme. Für all diese Kunden verdoppeln wir unsere Kapazitäten in den USA und in Schweden", sagte Wall weiter. Ebenfalls ausgebaut werde der Standort Berndorf in Niederösterreich. "Wir wollen nicht nur Prototypen entwickeln, sondern Satelliten in Serie fertigen."

Wall liess durchblicken, dass die Kooperation und Kundenbeziehung mit SpaceX, der Raumfahrtfirma von Tesla-Chef Elon Musk, vorbei sei: "Ich habe mich bereits mit all unseren Kunden getroffen und neue Verträge abgeschlossen. SpaceX ist nicht dabei."

Ukraine-Krieg treibt Kosten hoch

Der Krieg von Russland in der Ukraine wirke sich auch spürbar auf Beyond Gravity aus. Nutzlastverkleidungen seien riesige Strukturen, die schwer auf der Strasse zu transportieren seien, sagte Wall: "Und auch per Luftfracht ist es seit dem Kriegsausbruch zwischen Russland und der Ukraine schwieriger geworden. Die Russen haben den ukrainischen Hersteller Antonow beschossen - wir hatten jeweils die Antonow AN-124 gebucht."

Bei den stark gestiegenen Rohstoffkosten habe der Konzern die Preissteigerungen im Dialog mit den Kunden verrechnen können, sagte Wall: "Wir halten nach wie vor an unseren Businessplänen fest." Bei Aluminium und Kupfer beispielsweise habe man derzeit ausreichend Alternativen zu Russland.

Sowohl die Coronapandemie als auch der Ukraine-Krieg würden sich im zweistelligen Prozentbereich auf die Marge niederschlagen. Wegen der Seuche hätten einige Lieferanten ihre Kapazitäten noch nicht wieder hochgefahren. Auch manche Märkte hätten noch nicht wieder voll aufgemacht. "Und wir haben coronabedingt Personalengpässe, die ebenfalls zu Preissteigerungen und höheren Lohnkosten führen", sagte Wall.

Definitiv kein Börsengang im 2022

Ein Börsengang von Beyond Gravity noch in diesem Jahr, wie er 2019 angekündigt worden war, findet "definitiv nicht" statt. Die damalige Ankündigung sei noch vor Covid-19 gewesen.

"Jetzt konzentrieren wir uns voll auf unsere Kunden und Verträge. Ich würde nicht auf die Idee kommen, meine Energie jetzt auf irgendetwas anderes zu lenken als auf das Wachstum. Ein Börsengang bedeutet so viel Arbeit, Aufwand und Transparenz, dass uns das nur bremsen würde", sagte Wall.

"Wir haben gegenüber dem Bundesrat das Versprechen unterschrieben, Beyond Gravity bis 2025 zu privatisieren." Welche Privatisierungsform die beste sei, werde man sehen und sie dem Bundesrat empfehlen.

"Die Varianten sind vielfältig, der Börsengang nur eine davon. Andere Varianten sind ein strategischer Käufer oder der Verkauf an eine Private-Equity-Firma. Oder ein Joint Venture, wenn es sich lohnt, einen Teil zu behalten. Oder der Verkauf an ein Family Office. Ich kann heute keine Variante ausschliessen", sagte Wall.

jb/

(AWP)

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