Wednesday , April 26 2017
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Articles by Acemaxx

Bundesbank erklärt den Geldschöpfungsprozess

1 day ago

Hyman Minsky hat darauf hingedeutet, dass das Geld nicht einfach durch zentrale Behörden geschaffen werde. Geldschöpfung geschieht, jedes Mal Geschäftsbanken Geld leihen, d.h. Kredit gewähren, weil die Kreditvergabe die Kaufkraft derjenigen erhöht, die das Geld borgen.Es ist daher die Nachfrage nach Kredit durch die Geschäftsbanken und die privaten Haushalte in der Wirtschaft, die die Geldmenge (money …

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Can we avoid another financial crisis?

3 days ago

BuchbesprechungSteve Keen: Can we avoid another financial crisis? Polity Books, Cambridge, 2017Die Makroökonomie lässt sich von der Mikroökonomie nicht ableiten. Es ist daher abwegig, von z.B. „Schweiz AG“ oder „Deutschland AG“ zu reden, wenn es um die Wirtschaftspolitik geht.Dass Unternehmer einzelwirtschaftlich denken, ist in Ordnung. Aber es bedarf der öffentlichen Hand, die für die Gesamtwirtschaft …

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Inflation und der seine Bilanzen reparierende Privatsektor

5 days ago

Die Bilanzsumme der EZB reflektiert die expansive Geldpolitik der EZB unmittelbar. Da niemand Geld leihen will, wirkt die mengenmässige Lockerung der Geldpolitik (genannt QE-Policy) kaum. Trotz der Null-Zinsen sparen nämlich die privaten Haushalte. In Deutschland macht die Quote rund 6% des BIP aus. Auch Unternehmen sind Netto-Sparer.Obwohl die Notenbankgeldmenge (monetary base) sich in den vergangenen Jahren …

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Macro-Paradoxes im Überblick

6 days ago

Auch wenn es sich für manche “intuitiv” nicht realistisch anhört, führt die Erhöhung des Mindestlohnes nicht zu weniger, sondern zu mehr Beschäftigung.Im Grunde genommen gibt es eine Reihe von Macro-Paradoxen. Das bekannteste ist sicherlich das Sparparadoxon (paradox of thrift). Keynes hat erklärt, dass die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sinkt, wenn in schlechten Zeiten alle sparen, wodurch auch die …

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Interview: Prof. James Kwak, University of Connecticut School of Law

7 days ago

James Kwak is a professor at the University of Connecticut School of Law.The picture ordinary people get nowadays from the news about economy is all about cacophony of economic ideas. What can economists resp. universities do to adequately illuminate the complex real-world issues?I think one problem has been that some economists have been too quick …

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Deutschlands Löhne im Visier der USA

9 days ago

Das US-Finanzministerium kritisiert in einem am Freitag veröffentlichten Bericht Deutschlands exportorientierte Wirtschaftspolitik. Das amerikanische Schatzamt (US-Treasury) legt dem Kongress alle sechs Monate eine „Monitoring List“ („Foreign Exchange Policies of Major Trading Partners of the United States“) vor, wo es die Wechselkurspolitik der wesentlichen Handelspartner der USA überprüft.Die grösste Volkswirtschaft innerhalb des Euroraums soll wirtschaftspolitische Massnahmen ergreifen, …

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Arbeitsmarkt, Friktionen und Mindestlohn

10 days ago

Wenn es um den Arbeitsmarkt geht, ist es entscheidend, zu verstehen, was es für Unternehmen bedeutet, wenn die privaten Haushalte kein Geld haben. Ganz einfach: Die Unternehmen haben dann keine Kunden. Keine Kundschaft bedeutet kein Umsatz. Und das führt zum Teil zu Produktionseinstellungen und zum Personalabbau.Denn die Einnahmen des einen sind die Ausgaben des anderen. Und die …

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EZB, Inflation, Zinsen und Produktionslücke

12 days ago

Während Jens Weidmann einen baldigen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik der EZB fordert, weist Mario Draghi die Kritik an Nullzins-Politik zurück. Der EZB-Präsident vertritt die Ansicht, dass ein Ende der akkommodierenden Geldpolitik angesichts der schwachen Inflationsaussichten weiterhin kein Thema ist.Was sagen die Future-Märkte darüber?Die Kontrakte legen nahe, wie Morgan Stanley mit der folgenden Abbildung zeigt, dass …

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Das Thema Reflationierung und Renditen

13 days ago

Das ist eine bemerkenswerte Abbildung, die die Allianz Global Investors gestern vorgelegt hat.Zu sehen ist jeweils die Dividenden-Rendite weltweit in Relation zu der Rendite der Staatsanleihen mit 10 Jahren Laufzeit.Auffallend sind Unternehmen aus Italien, Spanien und Portugal mit hohen Dividenden-Renditen. Die Dividenden-Rendite der europäischen Unternehmen, die sich im internationalen Vergleich ausschüttungsfreundlich zeigen, wie die Verfasser der …

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Die Fed und der niedrige neutrale Zinssatz

14 days ago

Niedrigwachstum, Niedrigzinsen, Niedriginflation. Das ist mehr oder weniger das Umfeld der Wirtschaft in den fortentwickelten Ländern zumindest seit der globalen Rezession von 2008.Die Fed schickt sich zwar an, die Zinsen schrittweise anzuheben. Aber die Weltwirtschaft wird nach wie vor von einer glanzlosen Erholung begleitet. Die Nullzins-Grenze scheint, wie eine neue Studie nahelegt, bestehen zu bleiben, schreibt …

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Fed versus Anleihemärkte

16 days ago

Die US-Notenbank ist bemüht, mit der Wirtschaft möglichst angemessen zu kommunizieren, was die Normalisierung der Geldpolitik in den kommenden Jahren betrifft.Zuletzt hat die Fed (*) den geldpolitischen Kurs im vergangenen Monat gestrafft. Der Zinssatz, zu dem sich US-Banken gegenseitig Geld leihen, wurde um 0,25% erhöht (auf 0,75% – 1,0%).Die Fed-Präsidentin Janet Yellen hat dabei angedeutet, …

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Economism

17 days ago

BuchbesprechungJames Kwak: Economism – Bad Economics and the Rise of Inequality, Pantheon Books, New York, 2017.Der Arbeitsmarkt funktioniert nicht wie der Kartoffelmarkt, weil am Arbeitsmarkt Angebot und Nachfrage nicht unabhängig voneinander sind.Das Gleichgewicht bei der Preisbildung lässt sich daher nicht einfach mit der Zeichnung der Nachfrage- und Angebotskurve aus dem Lehrbuch herstellen. Es ist deshalb eine …

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Warum mehr Eigenkapital für Banken notwendig ist

18 days ago

Im jährlichen Aktionärsbrief richtet Jamie Dimon sein Augenmerk auf die öffentliche Politik und Finanzmarkt-Regulierung.CEO von JPMorgan Chase schreibt u.a., dass das TBTF-Problem gelöst sei und die Steuerzahler nicht die Zeche zahlen müssten. Darüber hinaus vertritt der Vorstandsvorsitzende der US-Investmentbank den Standpunkt, dass die Banken eindeutig zu viel Eigenkapital hätten.Neel Kashkari ist anderer Meinung. Der Minneapolis …

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Unternehmen als Netto-Sparer in einer schwer angeschlagenen Wirtschaft

20 days ago

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Erholung der Wirtschaft seit der globalen Rezession (GFC: Global Financial Crisis) von 2008 durch das Sparverhalten des Privatsektors gebremst wird.Das heisst m.a.W., dass es eindeutig an Nachfrage mangelt. Die privaten Haushalte und die Unternehmen sparen. Und wichtig ist zu betonen, dass Unternehmen mittlerweile zum Netto-Sparer geworden sind.In einer …

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Das abnehmende Angebot und der Renditerückgang im Euroraum

21 days ago

Das ist eine auffällige Abbildung, die fastFT am Dienstag geliefert hat. Zu sehen ist der sich ausweitende Rendite-Abstand (spread) zwischen den deutschen und französischen Staatspapieren mit 2 Jahren Laufzeit.Die Rendite-Differenz ist drei Wochen vor den französischen Präsidentschaftswahlen auf das höchste Niveau (0,4725%) seit der Krise der Eurozone gestiegen. Der 2y-Spread gibt an, welche Prämie (d.h. zusätzliche …

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Der (ewig) falsche Alarm für die Inflation

23 days ago

Fast jeder Notruf in Sachen Inflation ist, zumindest seit der globalen Finanzkrise von 2008, ein blinder Alarm.Noch vor zwei Wochen wurde in den Mainstream-Medien der Teufel an die Wand gemalt: Inflation schiesst durch die Decke. Verantwortlich dafür ist die expansive Geldpolitik der EZB.Nach den in dieser Woche vorgelegten Daten ist die Inflation wieder im gesamten …

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Politik – Soft Data versus Hard Data

25 days ago

Das ist eine atemberaubende Abbildung, die Graham Secker und Matt Hornbach von Morgan Stanley liefern.Die Grafik zeigt die Divergenz zwischen den sog. soft (Stimmung) und hard (quantifizierbar) Data nach der Präsidentschaftswahl in den USA.Der Unterschied ist umwerfend. Die Überraschungen aufwärts scheinen völlig durch die soft-Data getrieben zu werden, während die hard-Data, die veröffentlicht werden, so …

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Ein Staat ist nicht ein Unternehmen

28 days ago

US-Präsident Donald Trump hat am Montag in einem Memorandum die Gründung von „White House Office of American Innovation“ (OAI) angekündigt.Das OAI wird von Jared Kushner, dem hochrangigen Berater und dem Schwiegersohn von Trump geführt. Das Ziel sei, die Staatsbürokratie mit Einsichten aus dem Geschäftsleben besser zu gestalten.Der Staat soll wie ein grosses amerikanisches Unternehmen geleitet …

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The Sharing Economy

29 days ago

BuchbesprechungArun Sundararajan: The Sharing Economy – The End of Employment and The Rise of Crowd-Based Capitalism, MIT Press, Cambridge, Massachusetts, London, 2016.Die Herstellung und Wiederherstellung von sozialen Beziehungen über Tausch und Verbreitung von Dingen ist kein neues Phänomen. Eine Vielzahl von Formen des gemeinschaftsbasierten Austausches hat auch in der Vergangenheit existiert. Was heute neu ist, ist …

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Der deutsche LB-Überschuss und Budgetdefizite im Ausland

March 27, 2017

Der Sachverständigenrat hat vergangene Woche seine Konjunkturprognose für die deutsche Wirtschaft vorgelegt und seine Wachstumsaussichten für das Jahr 2017 leicht nach oben revidiert.Der Sachverständigenrat nimmt zugleich auch der „in jüngster Zeit verstärkt geäusserten Kritik am hohen deutschen Leistungsbilanz-Überschuss“ Stellung.Die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen hält der Sachverständigenrat für nicht stichhaltig und stellt sich auf den Standpunkt, durch …

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Der neutrale Zins und die Geldpolitik im Euroraum

March 24, 2017

Neel Kashkari, Minneapolis Fed-Präsident hat neulich in seinem Blog unterstrichen, dass der Gleichgewichtszins für die US-Wirtschaft heute auf null liegt oder sogar vielleicht etwas negativ ist.Der natürliche Zinssatz (equilibrium real interest rate) ist der theoretische Realzins, wo die Inflation weder steigt noch fällt und die Wirtschaft Vollbeschäftigung hat.Es handelt sich dabei um einen Orientierungswert (benchmark), um zu beurteilen, ob die Geldpolitik akkommodierend oder restriktiv ist.Der Gleichgewichtszins kann nicht beobachtet werden; er muss geschätzt werden. Eine aktuelle Schätzung der Banque de France legt nahe, dass der natürliche Zins im Euroraum seit 2009 nahe null liegt oder sogar negativ ist.Tatsache ist, dass die konventionelle Geldpolitik Mühe hat, während die nominalen Zinsen nahe Null-Grenze (zero lower bound) liegen und die Inflationserwartungen moderat sind, die Inflation in Richtung Zielwert steigen zu lassen.Der neutrale Zins für den Euroraum liegt seit 2009 nahe null oder negative, Graph: Banque de FranceDas ist auch der Grund dafür, weshalb die EZB unkonventionelle Instrumente einsetzt, um die Zugkraft der Geldpolitik zu verstärken.Der natürliche Zins verschiebt sich je nach Schocks in der Wirtschaft mit Bezug auf das Produktionspotenzial.

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Verschuldung, Inflationsziel und Finanzierungssalden

March 23, 2017

Im Gegensatz zur herkömmlichen Meinung war die globale Krise von 2008 (abgesehen vom Fall Griechenland) nicht durch Staatsverschuldung ausgelöst.Bemerkenswert ist jedoch, dass die Staatsverschuldung heute höher liegt als vor der Krise. Aufgrund der niedrigen Zinsen stellt dies aber zumindest kurzfristig kein Problem dar. Die Finanzierung der Staatsschulden war in der Geschichte noch nie so günstig wie heute. Die anhaltenden Niedrigzinsen deuten aber darauf hin, dass private Haushalte und Unternehmen derzeit nicht gewillt sind, Kredit aufzunehmen.Ein Grund mag sein, dass der Privatsektor mit dem Schuldenabbau (deleveraging) beschäftigt ist. Das würde bedeuten, dass die Wachstumsschwäche noch länger anhält, bis zumindest der Schuldenberg abgetragen ist. Das ist die Erklärung der sog. „debt-overhang“-Hypothese.Die gegenwärtige Inflation im Vergleich zum Zielwert der jeweiligen Notenbanken, Graph: Morgan StanleyEs weiterer Grund mag aber sein, dass der Privatsektor keine attraktiven Investitionsmöglichkeiten erkennt und daher keine Notwendigkeit für Kreditaufnahme sieht. Das ist mehr oder weniger die Erklärung der „secular stagnation“-Hypothese.Oder es ist eine Kombination der beiden Möglichkeiten. So oder so legt die gegenwärtige Situation nahe, dass der Ausblick für das Wirtschaftswachstum in absehbarer Zukunft düster bleibt.

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Interview: Prof. Jonathan Portes, King’s College London

March 22, 2017

Jonathan Portes is Professor of Economics and Public Policy at the King’s College LondonPrior to EU’s 60th anniversary of its founding (Treaty of Rome, March 25th, 1957), London did trigger Brexit process invoking Art 50. Is UK opening Pandora’s box?It’s not the beginning of the end (of Brexit) – it’s but definitely the end of the beginning. Despite the fixation in the UK on the precise date and the legal niceties of the Article 50 process, the most important event of the weeks to come will not be the notification itself but the EU response to it; and the political and economic dynamics that that sets into motion. If things go according to plan, we’re headed for the usual EU negotiating scenario: long interludes of tedium and small print, interspersed with episodes of late-night brinkmanship, ending eventually in a compromise no-one likes, but everyone will describe as a victory. But if politics – either here or on the continent – derails the process, we could soon find that far from "taking back control", we have done precisely the opposite.  The consequences for the EU would be very damaging; for the UK they could be disastrous.However, the fears (or hopes in some quarters) that Brexit will lead to the disintegration of the EU seem overblown.

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Negativzinsen und Banken

March 21, 2017

Die EZB hat im Juni 2014 den sog. Einlagensatz für Zinsen von 0 auf minus 0,10% gesenkt.Der Zinssatz wurde im Verlauf der Zeit weiter gesenkt. Heute beläuft sich der Satz für Deposit Facility auf minus 0,40%.Die SNB hat im Dezember 2014 Negativzinsen eingeführt: -0,25%. Guthaben auf Girokonten der Banken werden mittlerweile mit einem Zins in Höhe von minus 0,75% belastet.Doch die Retailbankkunden sind bisher vor Negativzinsen verschont geblieben. Negativzinsen sind aber umstritten. Die Banken fürchten seither Konsequenzen. Belastung von Rentabilität ist die Rede. Sind Spargelder in Gefahr, lautet eine der am häufigsten aufgeworfenen Fragen. Wichtig ist jedoch aus Sicht der Sparer, nicht nur auf die nominalen, sondern auf die realen Zinsen (d.h. um die Inflation bereinigt) zu achten. Der Realertrag auf dem Sparkonto ist heute z.B. in Deutschland seit Ende 2013 positiv.Rückgang der Margen im Einlagengeschäft, Graph: Credit Suisse Research, March 20, 2017.Die Passivmargen (d.h. die Margen im Einlagegeschäft) der Banken ist zwar deutlich zurückgegangen, was die Rentabilität belastet. Aber die Banken in der Schweiz haben ihre Aktivmargen (d.h. die Kreditmargen) erhöht, um die höheren Kosten zumindest teilweise zu kompensieren, unterstreicht Credit Suisse Research Team in einer gestern vorgelegten Studie.

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Interview: Prof. Paul De Grauwe, London School of Economics

March 21, 2017

Paul De Grauwe is Professor at the London School of EconomicsThe EU will celebrate on March 25th the 60th anniversary of its founding (Treaty of Rome, 1957), while its future is in doubt. What went wrong?First of all, the European Union is still to be called a success. It created the basis for peace and material welfare in Europe. This being said there are major problems. The most important one is that the benefits of the European integration have been shared in a very unequal way. Many have profited a great deal. But too many have not. Driven by notions of competitiveness and growth the European Union has neglected social policies aimed at integrating the losers of the European integration. This is a similar story as the globalization story. In your recently published book, you tackle the old discussion of “Market vs. State” and you talk about a “great shift in the power of national governments relative to the financial markets”. Is the supremacy of the markets (neoliberal economic policy) Europe’s main predicament?It is indeed a big problem. The problem is most acute in the Eurozone where national governments have lost most of their capacity to stabilize their economies from the booms and busts that are endemic in capitalism. Instead financial markets dictate the extent to which governments use fiscal policies to stabilize their economies.

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50 Ideas You Really Need to Know

March 19, 2017

BuchbesprechungJonathan Portes: 50 Ideas You Really Need to Know: Capitalism, Quercus Books, UK, 2017.Es ist schwer, Kapitalismus zu verstehen, ohne Ahnung von der Wirtschaft zu haben. Man braucht dazu sicherlich auch Kenntnisse über die Geschichte, Politik, Soziologie und Kultur.Was heute bemerkenswert ist, dass der Kapitalismus seit der Great Recession in einer fatalen Krise steckt. Das vorliegende Buch kommt also zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt.Jonathan Portes überreicht ein praktisches Nachschlagewerk, wo die jahrhundertalte Diskussion „Staat vs. Markt“ in der öffentlichen Diskussion wieder im Zentrum steht.Der Kapitalismus gestaltet schliesslich die Gesellschaft und unser Leben. Während die Überbrückung der Differenzen zwischen der individuellen und der kollektiven Rationalität die grösste Herausforderung der öffentlichen Hand bleibt, springen heute Ungleichheit und Armut in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften ins Auge, die den sozialen Zusammenhalt bedrohen und die Demokratie untergraben.

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Standardindikatoren und Inflation

March 18, 2017

Die US-Notenbank hat am Mittwoch die Zinsen um 0,25% erhöht. Der Leitzins liegt nun in einer Spannbreite von 0,75% und 1,0%. Das ist mittlerweile die dritte Zinserhöhung nach der Great Recession von 2008.Janet Yellen, die Fed-Präsidentin hat gemäss der Median-Prognosen angedeutet, dass es in diesem Jahr insgesamt drei Zinserhöhungen geben wird.Die Fed Funds Futures Märkte veranschlagen nun eine Wahrscheinlichkeit von 18,9% (zurück von 24,5% vor dem aktuellen Zinsentscheid der Fed) für eine Zinserhöhung von vier oder mehr in diesem Jahr.Was macht die EZB?In den Medien war vergangene Woche zu lesen, dass einige Mitglieder des EZB-Rats die Möglichkeit von Zinsanhebungen schon vor Beendigung des Anleihekauf-Programms nicht ausschliessen.Die angedeutete Diskussion hat die Erwartungen im Markt so angeregt, dass die Händler jetzt eine Zinserhöhung um 12 Basispunkte (vorher 7 Basispunkte) per April 2018 einpreisen.Wann kommt die erste Zinserhöhung um 0,25% durch die EZB? Graph: Morgan StanleyAuch die Berechnungen (gemessen an M1KE Index) von Morgan Stanley deuten jetzt auf eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte per Mai 2019 hin, d.h. 8 Monate früher als die Werte, die per März 2017 bisher gemessen wurden.Mario Draghi hingegen vertritt den Standpunkt, dass die erste Zinserhöhung erst nach der Beendigung des Anleihekaufprogramms erfolgen dürfte.

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The Limits of the Market

March 17, 2017

BuchbesprechungPaul De Grauwe: The Limits of the Market – The Pendulum between Government and Market, Oxford University Press, 2017.Märkte sind nicht grundsätzlich besser oder schlechter als Staaten. Worauf es ankommt, ist der Wohlstand der Menschen. Markt und Staat sind vielmehr Instrumente, um dieses Ziel zu erreichen. Wie aber die Mischung aussehen soll, ist die schwierige Frage, mit der sich Paul De Grauwe in einem neuen Buch befasst.Es ist ein mühsamer, manchmal zerstörerischer Prozess, der ständig in Bewegung ist. Der Wendepunkt in diesen Pendelschwankungen fiel bisher mit störenden Ereignissen zusammen, die die Grenzen von Markt und Staat testen, beschreibt der an der London School of Economics, LSE lehrende Wirtschaftsprofessor aus Belgien von Anfang an.Kein Wunder, dass Aufstieg und Fall des Kapitalismus in der Geschichte öfters immer ein beliebtes Forschungsthema war. Karl Marx, Friedrich Engels, Joseph Schumpeter, Rosa Luxemburg, Vladimir Lenin und Karl Polanyi haben alle dazu eine eigene Theorie entwickelt, die De Grauwe allerdings als „linear theories“ bezeichnet. Er selbst verwendet die „cyclical theory“, um das ökonomische Pendel („great economic pendelum“) zu erforschen.Bemerkenswert vor diesem Hintergrund sind De Grauwes Ausführungen zum Thema Euro.

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Inflation: Deutschland hat den Salat

March 15, 2017

Die Verbraucherpreise (CPI) in Deutschland lagen im Februar 2017 um 2,2% höher als im Februar 2016.Damit hat Deutschland zum ersten Mal seit August 2012 die von der EZB angestrebten Zielmarke überschritten.Die FAZ (faznet) kann sich nicht zurückhalten, schwungvoll an die Hochinflationszeiten zu erinnern („narrative psychology“). Die Redaktoren rechnen eifrig aus, was aus 10’000 EUR (ohne Verzinsung) werde, wenn die Inflationsrate bei 2,2% bleibe.Ein näherer Blick in die Daten von destatis zeigt, dass die Energiepreise im Februar 2017 mit 7,2% über dem Vorjahresniveau lagen und damit erneut preistreibend wirken.Vor allem hat sich der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln verstärkt. Teurer als ein Jahr zuvor war mit 21% das Gemüse: Salat, Tomaten und Gurken.Inflation: Deutschland hat den Salat, Graph: fastFTDa hat Deutschland den Salat!Wolfgang Schäuble hat bereits im Vorfeld Alarm geschlagen. Bundesfinanzminister sieht das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts im kommenden Jahr in Gefahr.Die „schwarze Null“ sei kein Selbstläufer, trotz der prognostizierten robusten konjunkturellen Entwicklung, der gegenwärtig niedrigen Zinsen und der Rücklagen für Migranten. Die insgesamt expansiv ausgerichtete Ausgabenpolitik (höhere Auslagen für die Sicherheit, Entwicklungshilfe usw.) der letzten Jahre belaste den Bundeshaushalt deutlich, so Schäuble weiter.

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Austerität und immer die gleiche Leier

March 13, 2017

Ein viel vorgetragenes Argument der Verfechter der Austerität ist, dass es an Geld mangelt und wir daher die Gürtel enger schnallen sollen. Es wird erzählt, dass es keine Alternative gibt (TINA: There Is No Alternative) und der Staat strukturelle Anpassungsmassnahmen ergreifen müsse.Wenn die öffentliche Hand die Ausgaben kürze, werde das Vertrauen („confidence fairy“) der Investoren wiederhergestellt. Und wir können alle auf eine bessere Zukunft hoffen.Das ist natürlich Unsinn. Denn Geld wird in dem Augenblick geschaffen, wenn ein Kredit gewährt wird. Die Schuldscheine (IOU: I owe you) der Banken sind ein wahres Zahlungsmittel, genannt „inside money“. Mehr als 90% der Geldmenge (money supply) in einer modernen Volkswirtschaft besteht heute aus „inside money“, wie Markus Brunner in seinem lesenswerten Buch ("The Euro and the Battle of Ideas") unterstreicht.Entgegen der landläufigen Meinung wird 95% des Geldes (broad money; d.h. Bargeld + Münzen und Bankeinlagen) von privaten Banken geschaffen, nicht von der Zentralbank, wie auch Ann Pettifor in ihrem neuen, lesenswerten Buch ("The Production of Money") beschreibt.BIP pro Kopf in Europa, Graph: Simon Wren-LewisEs ist unbestritten, dass die Menschen im Euroraum heute noch unter den drastischen Sparmassnahmen leiden. Man braucht sich nur die hohe Anzahl der Arbeitslosen anzusehen.

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