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Karl Aiginger



Articles by Karl Aiginger

Ohne strukturelle Änderungen keine Erholung

May 20, 2020

Die Reaktionen auf die durch Covid-19 ausgelöste Wirtschaftskrise müssen langfristige Ziele unterstützen. Entsprechend darf die Krise auch kein Grund sein, Fehler aus der Finanzkrise zu wiederholen, Umweltziele zu verschieben oder die Steuerquoten zu erhöhen.
Die schnellste und stärkste Reaktion
Die Covid-19 Krise könnte tiefer werden als
die Finanzkrise 2008/09. Die Gegensteuerung war allerdings schneller und
entschlossener als bei der Finanzkrise (Aiginger 2010 A), als die deutsche
Kanzlerin noch ein halbes Jahr nach deren Ausbruch ein „Konjunkturpaket“
abgelehnt und Notenbanken gezögert hatten.

Die jüngste Krise ist „symmetrischer“ in
Ursache und Zeitpunkt; dennoch war die Ausgangslage in den Ländern unterschiedlich.
Die Zahl der Todesopfer ist höher als in

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2020: Das Jahr, in dem Europa über die Begrenzung der Erderwärmung entscheidet

January 8, 2020

Die Umsetzung der Pariser Klimaziele ist notwendig und
technologisch möglich. Karl Aiginger möchte Europa dabei in der Führungsrolle
sehen und skizziert was hierfür zu tun ist.[ 1 ]

Europa
muss die Führungsrolle übernehmen
Das Paris-Ziel 2050 – die Eingrenzung des
Temperaturanstieges auf weniger als 2 Grad – ist weder mit der derzeitigen
EU-Strategie noch mit den Ambitionen der Mitgliedsländer erreichbar. Politische
Eingriffe durch Steuern und Staatsausgaben gehen oft in die falsche Richtung.
So wird beispielsweise durch hohe Steuern auf Arbeit einseitig die
Arbeitsproduktivität erhöht, während die Ressourcenproduktivität durch geringe
Steuern auf Energie und Subventionen für fossile Energieträger abgebremst wird.
Daher muss sowohl die europäische Politik als auch die Politik

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Ziele, Schwerpunkte und Defizite in den Programmen für die Europawahlen

May 13, 2019

Welche Schwerpunkte setzen die Parteien bei den kommenden Europawahlen? Welche Themen vermeiden sie, welche Probleme bleiben unterbelichtet? Dieser Beitrag liefert eine Übersicht.
Bei den Europawahlen Ende Mai werden das neue
Parlament, die Europäische Kommission und der neue Rat bestimmt. Das Umfeld ist
geprägt vom Rückzug der USA aus dem Multilateralismus und der angestrebten
Führungsrolle von China in Wirtschaft und Technologie. Nachbarn Europas wollen ihre alte Stärke
zurückgewinnen und unterlaufen die Beitrittsperspektive des Westbalkans. Afrika
"erwacht" und wird ein Wachstumskontinent mit sprunghaftem Anstieg
der Bevölkerung.
Bei den Wahlen werden die bisherigen
„Großparteien“ ihre gemeinsame Mehrheit verlieren, populistischen Partien werden
stark Gewinne vorausgesagt.

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Europa muss Chancen öffnen, nicht Zäune bauen

July 2, 2018

Eine
aktive Europastrategie zeichnet sich bis zur Neubildung der Kommission nicht
ab. Populistische Parteien rufen auch in Europa nach Renationalisierung. Die
Österreichische Ratspräsidentschaft hat den Schutz der Grenzen zum zentralen
Programm gemacht. Wohlfahrt kann aber langfristig nur gesichert werden durch
Investieren und Integrieren. Europa braucht Netto-Immigration und sollte diese
durch Anreize für Regionen und Personen dorthin lenken, wo die Nachfrage am höchsten
ist.
Ausgangslage:
Reformstau und Europamüdigkeit
Die wirtschaftliche Dynamik Europas hat sich
2017/18 kurzfristig beschleunigt. Verglichen mit der Zeit vor der Finanzkrise,
aber auch mit den USA ist sie unbefriedigend und das setzt sich in den
mittelfristigen Prognosen fort. Entsprechend bleibt die Stimmung für

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EU-Finanzrahmen 2021-27: Verzicht auf strategischen Ansatz

May 7, 2018

Die EU hat ihr "Budget" für das nächste Jahrzehnt vorgestellt. Dieses soll ein großer Entwurf für die Zukunft sein. Das ist es allerdings nicht geworden, wie dieser Beitrag zeigt.
Die EU hat ihr "Budget" für das nächste
Jahrzehnt vorgestellt. Der "Finanzrahmen 2021-27" soll ein großer Entwurf für die Zukunft sein, da er weit in
das nächste Jahrzehnt hineinwirken soll. Für dieses muss sich Europa neu
aufstellen und die Zustimmung der Bürger und Bürgerinnen zurückzugewinnen. Die
EU muss fit für die nächste Erweiterung-
um die Länder des West Balkans- werden.
Sie sollte in der Bekämpfung des Klimawandels die Technologieführung zu
übernehmen und die Nachbarländer im Osten und Süden als Partner für eine verantwortungsbewusste Globalisierung
gewinnen. Der vorgelegte Entwurf bringt aber

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