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Die Schweiz wird städtischer: Die Bevölkerungsentwicklung im Laufe der Zeit

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23.04.2024 - Die Bevölkerung der Schweiz wächst, insbesondere in den Städten: Vor hundert Jahren lebte ein Drittel der Schweizer Bevölkerung im städtischen Raum, heute sind es drei Viertel. Die 85. Ausgabe der Publikation «Statistik der Schweizer Städte» widmet sich dem Schwerpunkt «Bevölkerungsentwicklung im Laufe der Zeit». Das Jahrbuch, das der Städteverband mit dem Bundesamt für Statistik (BFS) herausgibt, umfasst Datenreihen seit dem Jahr 1920. Sie zeigen interessante Entwicklungen zur Altersstruktur, zum Wandel der Religionszugehörigkeit oder zur Sprachenvielfalt in der urbanen Schweiz. Die Informationen zur Entwicklung von Religionszugehörigkeit und Sprachen werden zum ersten

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23.04.2024 - Die Bevölkerung der Schweiz wächst, insbesondere in den Städten: Vor hundert Jahren lebte ein Drittel der Schweizer Bevölkerung im städtischen Raum, heute sind es drei Viertel. Die 85. Ausgabe der Publikation «Statistik der Schweizer Städte» widmet sich dem Schwerpunkt «Bevölkerungsentwicklung im Laufe der Zeit». Das Jahrbuch, das der Städteverband mit dem Bundesamt für Statistik (BFS) herausgibt, umfasst Datenreihen seit dem Jahr 1920. Sie zeigen interessante Entwicklungen zur Altersstruktur, zum Wandel der Religionszugehörigkeit oder zur Sprachenvielfalt in der urbanen Schweiz. Die Informationen zur Entwicklung von Religionszugehörigkeit und Sprachen werden zum ersten Mal in einer ausführlicheren Version publiziert..

Die Daten der neuen Ausgabe «Statistik der Schweizer Städte» zeigen eine Geschichte der Urbanisierung der Schweiz. Die Hälfte der Bevölkerung lebt heute in den 170 dokumentierten Städten, fast drei Viertel in den Stadtregionen und Agglomerationen. Seit über hundert Jahren nimmt die Bevölkerung in den urbanen Gebieten zu - mit Ausnahme der von Stadtflucht gezeichneten 1980er-Jahre. Neue Städte entstanden, etliche politische und räumliche Grenzen verschoben sich, und die Schweiz wurde immer städtischer.

Die Publikation «Statisitk der Schweizer Städte» unterstreicht, dass die Städte globalisierte Orte sind, die den gesellschaftlichen Wandel antreiben. Dies spiegelt sich etwa in der Zwei- und Mehrsprachigkeit der Bevölkerung oder der zunehmenden Säkularisierung wider. Die 85. Ausgabe der «Statistik der Schweizer Städte» hat solche demografischen Veränderungen, die zwischen den 1920er-Jahren und heute (2022) stattgefunden haben, zum Schwerpunkt.

Die Einwanderung verläuft analog zum wirtschaftlichen Aufschwung

Bis zur Zwischenkriegszeit war die Einwanderung in die Schweiz besonders in der südöstlichen Region des Landes ausgeprägt. Nach einem starken Rückgang der ausländischen Bevölkerung in den 1940er-Jahren bis auf durchschnittlich 7,5%, nahm die Einwanderung mit dem Aufschwung der Wirtschaft wieder zu. Momentan liegt der Anteil an ausländischen Staatsangehörigen in den Städten bei 32% und damit über dem nationalen Durchschnitt von 26%. Städte in der Romandie weisen dabei einen höheren Anteil auf als Städte in der Deutschschweiz. Den höchsten Anteil verzeichnet jedoch die Grenzstadt Kreuzlingen mit 56,3%.

Vergleicht man den Frauenanteil in den Städten über den gesamten Zeitraum hinweg, liegt der Frauenanteil in den Städten, nach einem Überhang an Männern mit ausländischer Staatsangehörigkeit in den 1960er Jahren, aktuell bei 50,7%. Generell hat sich der Frauenanteil seit den 1920er-Jahren nur geringfügig verändert und liegt 2022 um 2,9 Prozentpunkte tiefer als in den 1940er und 1950er-Jahren.

Die Wohnbevölkerung altert

In den letzten fünfzig Jahren ist ein Rückgang des Anteils der jungen Bevölkerung festzustellen. 2022 stellten die 0- bis 19-Jährigen 19,1% der ständigen Wohnbevölkerung in Schweizer Städten. Ein Unterschied in der Verteilung der Jungen zwischen den Kernstädten und den Agglomerationsgürtelgemeinden ist in Genf, Zürich, Basel und Bern ausgeprägt. In Versoix findet sich mit 25,8% der höchste Anteil junger Menschen, in Arlesheim BL mit 28.3% der höchste Anteil an Personen, die über-65 Jahre und älter sind.

Mehr Personen ohne Religionszugehörigkeit in den Städten

Seit dem Jahr 2000 nimmt der Anteil der Personen ohne Religionszugehörigkeit stark zu: In den Städten gibt rund ein Drittel an, keiner Religion anzugehören. Der Anteil der Personen, die sich einer traditionellen Religion zugehörig fühlen, nimmt insgesamt ab. Der Abwärtstrend betrifft alle Religionszugehörigkeiten und ist bei den Evangelisch-reformierten am stärksten. In sechs Städten (Bussigny, Crissier, Ecublens, Kloten, Oftringen und Opfikon) belief sich die Abnahme auf über 70%. Zum ersten Mal sind in der «Statistik der Schweizer Städte» Daten im Hinblick auf muslimische oder aus dem Islam hervorgegangene Gemeinschaften verfügbar. Es lässt sich beobachten, dass diese Religionszugehörigkeit in Spreitenbach (21,9%) am stärksten ausgeprägt ist. Von den grösseren Städten weist Winterthur (9,6%) einen höheren Anteil als der Durchschnitt der Schweizer Städte auf (7%).

Englisch als Hauptsprache breitet sich aus

59,5% der Personen in Schweizer Städten geben Deutsch als Hauptsprache an, 22,8% Französisch. In den zweisprachigen Städten Biel und Fribourg hat die Verbreitung des Französischen mit der Zeit zugenommen. Italienisch hatte seine höchste Verbreitung in den 1980er-Jahren. Chur weist mit 6,4% den höchsten Anteil an rätoromanisch sprechender Wohnbevölkerung auf. Betrachtet man die weiteren Sprachen, fällt auf, dass die Verbreitung des Englischen stark zugenommen hat: Für 8,1% ist es heute eine ihrer Hauptsprachen. Weiter spricht fast ein Viertel der Stadtbevölkerung (23,1%) neben den Landessprachen und Englisch eine weitere Sprache. Seit 2010 können mehrere Hauptsprachen angegeben werden.

FDP und SP dominieren in den Städten

In den städtischen Exekutiven war die FDP auch 2023 die stärkste Partei: Die Freisinnigen kamen auf einen Sitzanteil von 25%, gefolgt von der SP (21%) und Die Mitte (15%). Auch in den Parlamenten ist die FDP (21% der Sitze) stärkste Kraft vor der SP (20%). Die SVP und die Grünen belegten mit je 14% der Sitze Rang drei. Bei den Stadtpräsidien zählt die FDP 53 Mandate und die SP 37.

In den Städten mit mehr als 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern lag der Frauenanteil in der Legislative bei fast 50%. Insgesamt waren die Frauen in den städtischen Parlamenten jedoch untervertreten und halten 39% der Sitze. In den Exekutiven kamen die Frauen 2023 auf einen Anteil von 32% und sind neu in 26 Städten in der Mehrheit.

85 Jahre Schweizer Stadtgeschichte: Eine Reise durch die historischen Statistiken der Schweizer Städte

Anlässlich des 85-jährigen Jubiläums der Publikation «Statistik der Schweizer Städte» publizieren der SSV und das BFS alle verfügbaren historischen Ausgaben seit 1931 in digitaler Form. Damit wird Ihnen die Möglichkeit geboten, das reiche statistische Erbe der Schweizer Städte im Laufe der Zeit zu erkunden.

Digital und auf der «opendata.swiss» Plattform verfügbar

Die Inhalte und Daten der 85. Ausgabe der «Statistik der Schweizer Städte» stehen auch in digitaler Form auf der Website des SSV, auf der Website des BFS und auf der Plattform «opendata.swiss» der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Zusätzliche Informationen in Form von Grafiken finden Sie in der nachfolgenden PDF-Datei.


Download Medienmitteilung

Die Schweiz wird städtischer: Die Bevölkerungsentwicklung im Laufe der Zeit
(PDF, 3 Seiten, 304 kB)


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