Monday , October 26 2020
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Ökonomenstimme

Das deutsche Lieferkettengesetz macht die Armen der Welt nur noch ärmer

Die Bundesregierung ist gerade in der Planungsphase des deutschen Lieferkettengesetzes. Dieser Beitrag argumentiert, dass es zwar den Schutz der Menschenrechte in den ärmsten Ländern dieser Welt beabsichtigt, diese dabei aber nur noch ärmer macht. Das deutsche Lieferkettengesetzes soll noch im September verabschiedet werden. Es soll zum Schutz der Menschenrechte in den ärmsten Ländern dieser Welt beitragen. Deutsche Lieferanten aus den Entwicklungsländern sollen angehalten werden...

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Genfer Mindestlohn – bei weitem ungenügend

Mit 23 Franken pro Stunde hat Genf den höchsten Mindestlohn der Welt eingeführt. Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist das viel zu wenig. In den 1960er-Jahren war es üblich, dass ein Alleinverdiener eine Familie mit damit damals durchschnittlich 2,6 Kindern mit einer 44-Stundenwoche durchbringen konnte. Man musste zu diesem Zweck kein Spitzenverdiener sein, zumal die Lohnunterschiede zwischen ArbeiterInnen und Angestellten relativ gering waren. Inzwischen hat sich die Produktivität pro...

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China: Zur Notwendigkeit eines neuen Wettbewerbsinstruments

Chinas Rolle im europäischen Markt wird zunehmend kritisch gesehen, insbesondere was Subventionen in Europa tätiger chinesischer Unternehmen durch den chinesischen Staat betrifft. Die Europäische Kommission hat nun einen Vorschlag vorgelegt, wie drittstaatliche Subventionen neutralisiert werden sollen. Die Volksrepublik China ist heute gemessen am kaufkraftbereinigten Bruttoinlandsprodukt die größte Volkswirtschaft der Welt. Für Deutschland ist sie der größte und für die EU, nach den...

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Wirecard – ein Menetekel für die europäische Wirtschaftsprüfung

Der Fall Wirecard ist mit jenem von Enron in den USA vergleichbar, die US-Reformen als Reaktion auf das Enron-Desaster taugen jedoch kaum als Vorbild für die EU. Wünschenswert wären dagegen mehr Transparenz bei Leerverkäufen, mehr Aufmerksamkeit für Whistleblower*innen und eine europäische Börsenaufsicht unter parlamentarischer Kontrolle. Der Fall Wirecard ist einzigartig in Deutschland. Am 24. Juni 2020 hat das DAX-Unternehmen Insolvenz angemeldet. Kurz vor Aufnahme in den DAX am...

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Digitale Lehre in den Wirtschaftswissenschaften

Was können Lehrende tun, um den Kontakt zu ihren Studierenden in Zeiten von COVID-19 und digitalen Lehrveranstaltungen nicht zu verlieren und um selber wieder mehr Spaß an der Lehre zu haben? Dieser Beitrag präsentiert 10 Empfehlungen aus der Praxis. Die COVID-19-Pandemie hat das Leben an den Hochschulen im Sommersemester 2020 stillgelegt und die Lehrveranstaltungen auf Bildschirmformat reduziert. Wie haben Dozent*innen in den Wirtschaftswissenschaften den Ersatz der Präsenzlehre...

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Zwischen Keynes und Neoklassik: Sinn und Unsinn stiftende Erzählungen in der modernen Makroökonomie

In den 1970er Jahren hätten die Grundlagen der modernen Makroökonomie geklärt werden können. Diese Möglichkeit wurde jedoch von der Riege der Ökonominnen und Ökonomen nicht wahrgenommen bzw. geflissentlich ignoriert. Die 1970er Jahre werden in den Annalen der Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftspolitik als eine Periode des fundamentalen Umbruchs geführt. Die bis dahin in der Wirtschaftspolitik vorherrschende Keynesianische Denkschule verlor in dieser Dekade ihre Vorrangstellung...

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Chancengleichheit im Bildungssystem: Wie sich ein Mentorenprogramm auf die Schulwahl auswirkt

Mangelnde Chancengleichheit beim Zugang zu höherer Bildung führt zu einer Verfestigung sozialer Ungleichheit: Kinder mit geringem sozioökonomischem Status wechseln trotz gleichem Notenschnitt seltener aufs Gymnasium als privilegiertere Gleichaltrige. Mit einer einfachen Intervention in Form eines Mentorenprogramms lässt sich diese Lücke jedoch spürbar verringern. Wie die meisten OECD-Staaten setzt auch Deutschland bei den weiterführenden Schulen auf ein mehrgliedriges System,...

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Gesundheit für alle, jetzt

Die Covid-19-Krise hat bewiesen wie stabil das deutsche Gesundheitssystem ist. Aber: Gerade finanzschwache Haushalte haben oft einen substantiell schlechteren Zugang zu Leistungen des Gesundheitswesens und viele Praxen rechnen sich nur, weil die ÄrztInnen von PrivatpatientInnen mehr Geld bekommen. Ein öffentliches Gut zeichnet sich dadurch aus, dass es vom Staat bereitgestellt wird und allen BürgerInnen zusteht und Niemand davon ausgeschlossen werden kann: Deiche, die unerwünschte...

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Soziale Sicherung: Last oder Segen?

Im Zuge der Corona-Pandemie droht der Streit um die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme neu zu entbrennen. Schon jetzt liegt der Fokus dabei auf der "Beitragsbelastung". Der Artikel versucht diesen verengten Blick zu weiten und auf die Leistungen, Potenziale und ökonomischen Voraussetzungen für eine solide Finanzierung zu richten.  Angesichts der Corona-Pandemie sollte man vermuten, dass unsere sozialen Sicherungssysteme besonders hoch im Kurs stehen, vorneweg die...

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