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Aktien New York Schluss: Anleger reduzieren vor Zahlenflut das Risiko

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Am Markt hiess es, angesichts der Coronavirus-Sorgen und vor wichtigen Ereignissen, darunter der nächste Zinsentscheid der Fed am Mittwoch und eine Schar bedeutender Unternehmensberichte, mieden die Anleger vorerst das Risiko. Auch der anhaltende Streit über ein erneutes Konjunkturpaket der USA nahm dem Markt weiter den Schwung. Die Republikaner haben zwar einen Vorschlag für ein weiteres Corona-Hilfspaket vorgestellt. Ein Kompromiss mit den Demokraten gilt aber weiter nicht als absehbar. Auch im Technologiesektor gingen die Anleger nach ihrem festen Vortag schon wieder aus dem Risiko, bevor in den kommenden Tagen hochkarätige Zahlenvorlagen von Unternehmen wie Facebook , Apple , Amazon oder Alphabet erwartet werden. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 büsste 1,33 Prozent ein

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Am Markt hiess es, angesichts der Coronavirus-Sorgen und vor wichtigen Ereignissen, darunter der nächste Zinsentscheid der Fed am Mittwoch und eine Schar bedeutender Unternehmensberichte, mieden die Anleger vorerst das Risiko. Auch der anhaltende Streit über ein erneutes Konjunkturpaket der USA nahm dem Markt weiter den Schwung. Die Republikaner haben zwar einen Vorschlag für ein weiteres Corona-Hilfspaket vorgestellt. Ein Kompromiss mit den Demokraten gilt aber weiter nicht als absehbar.

Auch im Technologiesektor gingen die Anleger nach ihrem festen Vortag schon wieder aus dem Risiko, bevor in den kommenden Tagen hochkarätige Zahlenvorlagen von Unternehmen wie Facebook , Apple , Amazon oder Alphabet erwartet werden. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 büsste 1,33 Prozent ein auf 10 532,50 Punkte.

Unter den Standardwerten im Dow gab es am Dienstag schon eine Reihe von Quartalsberichten zu verarbeiten, die bei den Anlegern teils nicht gut ankamen. Im Dow traf es 3M mit minus 4,9 Prozent am schwersten. Obwohl er von einer erhöhten Nachfrage nach Schutzausrüstung profitierte, bekam der Mischkonzern die Pandemie voll zu spüren. Händler monierten verfehlte Gewinnerwartungen und das Fehlen eines neuen Ausblicks auf 2020.

Die Fastfood-Kette McDonald's blieb ebenfalls hinter den Erwartungen zurück. Hier standen vor allem enttäuschende Umsätze auf vergleichbarer Fläche am Pranger, was die Aktie um 2,5 Prozent drückte. "Der Weg zur Normalisierung ist noch weit", blickte Analyst Michael Pohn von der DZ Bank inmitten der Pandemie für die Burgerkette skeptisch voraus.

Positiveres gab es im Dow jedoch von Pfizer zu vermelden. Der Pharmakonzern rechnet nach einem Umsatz- und Ergebnisrückgang im zweiten Quartal in der zweiten Jahreshälfte mit schrittweiser Besserung und hob seine Jahresprognosen etwas an. Die Papiere zogen daraufhin an der Spitze des Leitindex um rund vier Prozent an.

An der Nasdaq sackten im Zuge der gedämpften Marktstimmung die Chipwerte allgemein wieder ab. Für NXP Semiconductors ging es um 4,2 Prozent bergab, andere Branchenwerte wie Qualcomm , Xilinx , Broadcom oder Micron folgten dem mit um bis zu drei Prozent nach unten.

Kasse machen war auch angesagt bei Tesla , die nach ihrem Vortagsanstieg wieder um 4,1 Prozent fielen. Das Analysehaus Bernstein Research hatte die Papiere des Elektroautobauers am Dienstag auf "Underperform" abgestuft. Analyst Toni Sacconaghi schrieb in seiner Studie, es falle ihm schwer, die hohe Bewertung der Papiere zu rechtfertigen - selbst unter den optimistischsten Annahmen.

Ansonsten machten sich die Anleger von Eastman Kodak sprungartig Hoffnung auf eine neue Ertragsperle der einstigen Fotoausrüstungsikone. Die Aussicht, dass der Konzern von der US-Regierung einen Millionenkredit erhält, um Inhaltsstoffe für Medikamente zu produzieren, liess die Papiere an der Nasdaq-Börse um das Dreifache nach oben springen.

Der jüngste Höhenflug des Euro ging am Dienstag vorerst zu Ende. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,1718 US-Dollar gehandelt, nachdem sie am Vortag den höchsten Stand seit zwei Jahren erreicht hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1717 (Montag: 1,1760) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8535 (0,8503) Euro.

Die Kurse von US-Staatsanleihen waren wegen der Risikoscheu der Anleger gefragt. Richtungweisende zehnjährige Papiere stiegen um 11/32 Punkte auf 100 14/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,58 Prozent./tih/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

(AWP)

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