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Wie die Frauen das Demografieproblem mildern

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Frauen können alles verändern: Durch ihre Arbeit machen sie die Überalterung teilweise sogar mehr als wett. Foto: iStock Die Alterung der Gesellschaft ist eine der grossen Herausforderungen für die Zukunft, weil sie aller Voraussicht nach dazu führt, dass nur noch ein kleinerer Teil der gesamten Bevölkerung arbeitet und das Einkommen für die ganze Bevölkerung generieren muss. Das war in diesem Beitrag schon einmal Thema, wobei die folgende dort erklärte Formel die Zusammenhänge zusammenfasst: Die Schlussfolgerung aus der Formel lautet: Je kürzer die Arbeitszeit der Beschäftigten und/oder je geringer der Anteil der Beschäftigten an der Arbeitsbevölkerung und/oder je geringer der Anteil der Arbeitsbevölkerung an der Gesamtbevölkerung ist, desto … … kleiner ist der Anteil gearbeiteter

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Wie die Frauen das Demografieproblem mildern

Frauen können alles verändern: Durch ihre Arbeit machen sie die Überalterung teilweise sogar mehr als wett. Foto: iStock

Die Alterung der Gesellschaft ist eine der grossen Herausforderungen für die Zukunft, weil sie aller Voraussicht nach dazu führt, dass nur noch ein kleinerer Teil der gesamten Bevölkerung arbeitet und das Einkommen für die ganze Bevölkerung generieren muss. Das war in diesem Beitrag schon einmal Thema, wobei die folgende dort erklärte Formel die Zusammenhänge zusammenfasst:

Wie die Frauen das Demografieproblem mildern

Die Schlussfolgerung aus der Formel lautet:

  • Je kürzer die Arbeitszeit der Beschäftigten
  • und/oder je geringer der Anteil der Beschäftigten an der Arbeitsbevölkerung
  • und/oder je geringer der Anteil der Arbeitsbevölkerung an der Gesamtbevölkerung ist, desto …

… kleiner ist der Anteil gearbeiteter Stunden pro Person, und entsprechend geringer fällt auch das erzielbare Einkommen pro Kopf aus.

Nur wenn die Leistungsfähigkeit bei der Arbeit (ein höherer Output pro Stunde) ausreichend stark wächst, kann das verhindert und das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen gehalten oder sogar gesteigert werden, wie das in der Vergangenheit trotz einer Reduktion der geleisteten Arbeitsstunden der Fall war. Doch das Produktivitätswachstum ist derzeit ausserordentlich schwach. Ob sich das ändern wird, ist unter Ökonomen umstritten und vielleicht ein Thema für einen anderen Beitrag. Wichtig für das heutige Thema ist nur, dass wir uns nicht darauf verlassen können, dass der technologische Fortschritt – der Haupttreiber der Produktivität – das Demografieproblem von selbst löst.

So siehts in den reichen Ländern aus

Doch es gibt in dieser Problematik zumindest etwas Entspannung. Das ist die Botschaft einer spannenden Box im neuen «Weltwirtschaftsausblick» des Internationalen Währungsfonds (IWF). Untersucht wurde die Entwicklung in 31 entwickelten Ländern, die 95 Prozent der Bevölkerung der reichen Länder repräsentieren. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

  • Die Alterung der Gesellschaft führt schon jetzt zu einer Reduktion der Teilnahme der erwachsenen Bevölkerung am Arbeitsmarkt. Zur erwachsenen Bevölkerung zählen hier alle ab 15 Jahren. Im Jahrzehnt von 2007 bis 2016 ist die Arbeitsmarktteilnahme insgesamt um 0,8 Prozent zurückgegangen.
  • Der IWF geht noch weiter und untersucht in dieser Entwicklung in einem ersten Schritt zwei der Treiber separat: Erstens die Alterung an sich, die sich auf die Anzahl der aktiv Beschäftigten auswirkt und so die Teilnahme am Arbeitsmarkt beeinflusst. Zweitens die Teilnahme am Arbeitsmarkt innerhalb jeder Alterskategorie. Sie zeigt, ob mehr oder weniger Personen innerhalb einer Alterskategorie arbeiten, und ob sie mehr oder weniger lange arbeiten.
  • Die Grafik unten zeigt die Ergebnisse dieser Separierung der Einflussfaktoren. Der Balken links zeigt die gesamte Entwicklung der Teilnahme am Arbeitsmarkt mit den Beiträgen jeder Altersgruppe. Der graue Punkt bezeichnet den Totaleffekt (die erwähnte Abnahme um 0,8 Prozent). Die Teilnahme der 15- bis 54-Jährigen nimmt ab und jene der Älteren nimmt zu, ebenso jene der...
Markus Diem Meier
Markus Diem Meier (Jg. 1963) ist Co-Leiter des Ressorts Wirtschaft beim «Tages-Anzeiger». Seit der Asienkrise schreibt er über Makroökonomie und die Finanzbranche.

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