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up! fordert Legalisierung von Sterbemitteln

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Am 20. Juni 2019 berichtete 20 Minuten über einen suizidalen, jungen Tessiner, welcher das Sterbemittel Natrium-Pentobarbital im Internet bestellte und daran fast gestorben wäre. Dies war illegal und die Angehörigen kritisierten die lasche Durchsetzung des Betäubungsmittelgesetzes. Remo Senekowitsch, Vorstand und Nationalratskandidat der Unabhängigkeitspartei up! widerspricht: “Die Besorgnis der Angehörigen ist verständlich. Doch jeder Mensch hat das Recht, über sein Leben selbst zu bestimmen. Das beinhaltet ebenfalls, sein Leben frühzeitig zu beenden.” Die liberale Kleinpartei up! forderte bereits mehrmals eine konsequente Interpretation des Selbsteigentums. Etwa sollen alle Drogen legal erhältlich sein, da Drogenkonsum eine Entscheidung über den eigenen Körper darstellt. Ebenfalls

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Remo Senekowitsch considers the following as important: ,

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Am 20. Juni 2019 berichtete 20 Minuten über einen suizidalen, jungen Tessiner, welcher das Sterbemittel Natrium-Pentobarbital im Internet bestellte und daran fast gestorben wäre. Dies war illegal und die Angehörigen kritisierten die lasche Durchsetzung des Betäubungsmittelgesetzes. Remo Senekowitsch, Vorstand und Nationalratskandidat der Unabhängigkeitspartei up! widerspricht: “Die Besorgnis der Angehörigen ist verständlich. Doch jeder Mensch hat das Recht, über sein Leben selbst zu bestimmen. Das beinhaltet ebenfalls, sein Leben frühzeitig zu beenden.”

Die liberale Kleinpartei up! forderte bereits mehrmals eine konsequente Interpretation des Selbsteigentums. Etwa sollen alle Drogen legal erhältlich sein, da Drogenkonsum eine Entscheidung über den eigenen Körper darstellt. Ebenfalls soll der Organhandel legalisiert werden. Wer Eigentümer seines eigenen Körpers ist, der müsse auch Teile dieses Körpers verkaufen dürfen, fordert die Unabhängigkeitspartei. Die Legalisierung von Sterbemitteln ist für up! die logische Konsequenz eines freiheitlichen Menschenbildes. Wer nicht selbstbestimmt sterben dürfe, der führe auch kein freies Leben.

“Mit 14 Jahren versuchte ich selbst zweimal Selbstmord zu begehen”, erzählt Remo Senekowitsch. Er war damals depressiv. Er sei nicht einverstanden, wenn Überlebende von Suizidversuchen der Gesellschaft raten, Menschen mit Suizidgedanken von ihren Plänen abzuhalten. “Ich liebe das Leben und bin froh, dass meine Suizidversuche nicht geklappt haben. Trotzdem ist es mir sehr wichtig, diese Option immer offen zu halten. Über seinen Tod selbst bestimmen zu können verwandelt das Leben vom unfreiwilligen Schicksal zur frohen Entscheidung.”

Natürlich sei es erstrebenswert, dass eine suizidale Person aus ihrem sozialen Umfeld neuen Lebenswillen schöpfen kann, präzisiert Senekowitsch. Dies sei aber nicht mit dem sozialen Druck zu verwechseln, nicht Selbstmord zu begehen, um seine Nächsten nicht traurig zu machen. “Ich würde niemals wollen, dass meine Liebsten nur meinetwegen ein Leben voller Leid weiterführen. Das wäre egoistisch.” Senekowitsch wünscht sich, dass über Suizid offener geredet werden kann. Dadurch würde viel Leid verhindert, glaubt er. “Über Probleme zu reden hilft oft. Falls sich der Sterbewunsch nicht weg reden lässt, würden die Angehörigen die Situation besser verarbeiten, wenn sie Abschied nehmen konnten.”

Die Unabhängigkeitspartei up! betont, dass einvernehmliche Lösungen immer die besten seien. Gesellschaftliche Probleme über staatlichen Zwang und Verbote anzugehen sei deshalb der falsche Weg. Sie stellt damit nicht nur das Betäubungsmittelgesetz, sondern jegliche Regulierung der Wirtschaft und des Privatlebens durch den Staat grundsätzlich infrage.

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