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Franz R. Hahn



Articles by Franz R. Hahn

Zwischen Keynes und Neoklassik: Sinn und Unsinn stiftende Erzählungen in der modernen Makroökonomie

September 17, 2020

In den 1970er Jahren hätten die Grundlagen der modernen Makroökonomie geklärt werden können. Diese Möglichkeit wurde jedoch von der Riege der Ökonominnen und Ökonomen nicht wahrgenommen bzw. geflissentlich ignoriert.
Die 1970er Jahre werden in den Annalen der Wirtschaftswissenschaft und
Wirtschaftspolitik als eine Periode des fundamentalen Umbruchs geführt. Die bis
dahin in der Wirtschaftspolitik vorherrschende Keynesianische Denkschule verlor
in dieser Dekade ihre Vorrangstellung und wurde durch ein, den Grundsätzen der neoklassischen
Ökonomie nahestehendes Politikverständnis abgelöst. Diese neu-klassische
Politiksicht war Folge einer Neuausrichtung, oder besser Rückbesinnung, der akademischen
Makroökonomie auf ihre klassischen, allerdings formal auf der Höhe der Zeit
elegant

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Geldpolitik als Pyramidenspiel

July 12, 2016

Charles Ponzi wie auch das mit seinem Namen verbundene Pyramidenspiel haben ein schlechtes Image. Zu Unrecht, wie dieser Beitrag zeigt. Blasenartige Unregelmässigkeiten auf den Finanzmärkten à la Ponzi können unter gewissen Umständen einen effizienzfördernden Effekt haben.
Carlo
Pietro Giovanni Guglielmo Tebaldo "Charles" Ponzi
(1882-1949) gilt für viele als Prototyp des modernen Finanzbetrügers. Er hat bereits
zu seinen Lebenszeiten als Ikone des verderbten Finanzkapitalismus unsterblichen
Kultstatus erlangt.
Janet Louise Yellen
(1946- ) und Mario Draghi (1947- ), um nur die zwei Wichtigsten zu nennen, sind
als oberste Zentralbanker der USA bzw. der Europäischen Währungsunion noch
immer schwer damit beschäftigt, die Folgen der jüngsten Hinterlassenschaft von zahllosen
Ponzi-Epigonen zu beseitigen.
Das soll aber den
Blick nicht darauf verstellen, dass zwischen Ponzi, dem legendären
Finanzbetrüger, und Yellen bzw. Draghi, den beiden mächtigsten Geldpolitikern
der Gegenwart, ein Bedeutungsunterschied für Theorie und Praxis der Geldpolitik
besteht, der größer gar nicht sein kann (und durch die unterschiedliche Länge
der vollständigen Vornamen der genannten Personae nur sehr unvollkommen zum
Ausdruck kommt).

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Ökonomie und Massenmigration

March 30, 2016

Migration kann viele Gründe haben, darunter auch rein ökonomische. Dieser Beitrag setzt sich mit dieser wichtigen Form der Migration anhand eines neoklassischen Standardmodells auseinander. Er kommt dabei zu pessimistischen Einschätzungen. Eine mögliche Lösung sieht der Beitrag in den von Paul Romer vorgeschlagenen "Charter Cities".
Migration hat, wie die meisten komplexen sozialen Vorgänge, in der Regel verschiedene Ursachen. Ökonomische Faktoren zählen jedoch häufig zu den wichtigsten Triebkräften von Flucht- bzw. Wanderbewegungen. Es lohnt daher, sich dem Phänomen Massenmigration mit den analytischen Mitteln der modernen Wirtschaftswissenschaften zu nähern. Die ökonomische Migrationsforschung – wenn auch ein vergleichsweise junger eigenständiger Forschungszweig – hat in den letzten drei Jahrzehnten nicht nur wertvolle Grundlagenarbeit geleistet, sondern auch theoretische und empirische Erkenntnisse bereitgestellt, die sich gerade im Zusammenhang mit der jüngsten Massenwanderung nach Europa als nützliche Orientierungshilfe erweisen. Sie helfen vor allem Politik und Gesellschaft dabei, Mythen, Trugschlüssen, Viertel- und Halbwahrheiten nicht allzu leichtgläubig aufzusitzen.

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