Kollateralschaden in Zentralasien Aber der grösste diplomatische Schaden könnte in Zentralasien sein. Es ist erstaunlich, dass man dort bisher geschwiegen hat", sagt Beate Eschment, Zentralasien-Experte des Zentrums für Osteuropa und internationale Studie (Zois), zu Reuters. Dabei stellen die Äusserungen Lu Shayes auch die Souveränität Kasachstan, Usbekistans, Tadschikistans, Turkmenistans und Kirgistans infrage - alles Länder, um deren Kooperation sich China sehr bemüht. Eschment vermutet, dass etwa Kasachstan bewusst nicht reagieren wollte und erst einmal auf das öffentlich ausgesprochene chinesische Schutzversprechen baut. Gefürchtet wird in Kasachstan mit seiner russischen Minderheit im Norden nämlich eigentlich eher eine Aggression durch Russland. China galt bisher durchaus als ein
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Kollateralschaden in Zentralasien
Aber der grösste diplomatische Schaden könnte in Zentralasien sein. Es ist erstaunlich, dass man dort bisher geschwiegen hat", sagt Beate Eschment, Zentralasien-Experte des Zentrums für Osteuropa und internationale Studie (Zois), zu Reuters. Dabei stellen die Äusserungen Lu Shayes auch die Souveränität Kasachstan, Usbekistans, Tadschikistans, Turkmenistans und Kirgistans infrage - alles Länder, um deren Kooperation sich China sehr bemüht. Eschment vermutet, dass etwa Kasachstan bewusst nicht reagieren wollte und erst einmal auf das öffentlich ausgesprochene chinesische Schutzversprechen baut. Gefürchtet wird in Kasachstan mit seiner russischen Minderheit im Norden nämlich eigentlich eher eine Aggression durch Russland. China galt bisher durchaus als ein Gegengewicht gegenüber zu engen Umarmungsversuchen Moskaus. Ähnlich sieht es die China-Expertin Marina Rudyak von der Universität Heidelberg. "Meine Vermutung ist, dass die Äusserungen und die Reaktionen ziemliche Panik in Peking ausgelöst haben," sagt sie zu Reuters und verweist auf massive chinesischen Öl- und Gasinteressen in Zentralasien. Rudyak vermutet, dass China nun hinter den Kulissen hektisch versuche, die Regierungen zu beruhigen.
