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Die Nominallöhne sind im Jahr 2021 um 0,2% gesunken, die Reallöhne um 0,8%

Summary:
01.06.2022 - Der Nominallohnindex sank im Jahr 2021 gegenüber 2020 um durchschnittlich 0,2% auf 99,8 Punkte (Basis 2020 = 100). Gemäss den Berechnungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) ergibt sich unter Einbezug einer mittleren Jahresteuerung von +0,6% bei den Reallöhnen ein Rückgang von 0,8% (99,2 Punkte, Basis 2020 = 100). 2021 verringerten sich die Nominallöhne gegenüber dem Vorjahr durchschnittlich um 0,2% (2020: +0,8%; 2019: +0,9%; 2018: +0,5%; 2017: +0,4%). Bei den wichtigsten Gesamtarbeitsverträgen (GAV), denen fast eine halbe Million Arbeitnehmende angeschlossen sind, wurde für 2021 kollektivvertraglich eine Effektivlohnerhöhung (Nominallöhne) von 0,4% vereinbart. Der durch

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01.06.2022 - Der Nominallohnindex sank im Jahr 2021 gegenüber 2020 um durchschnittlich 0,2% auf 99,8 Punkte (Basis 2020 = 100). Gemäss den Berechnungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) ergibt sich unter Einbezug einer mittleren Jahresteuerung von +0,6% bei den Reallöhnen ein Rückgang von 0,8% (99,2 Punkte, Basis 2020 = 100).

2021 verringerten sich die Nominallöhne gegenüber dem Vorjahr durchschnittlich um 0,2% (2020: +0,8%; 2019: +0,9%; 2018: +0,5%; 2017: +0,4%). Bei den wichtigsten Gesamtarbeitsverträgen (GAV), denen fast eine halbe Million Arbeitnehmende angeschlossen sind, wurde für 2021 kollektivvertraglich eine Effektivlohnerhöhung (Nominallöhne) von 0,4% vereinbart.

Der durch die höheren Öl- und Mietpreise versursachte Anstieg des Preisniveaus führte Ende 2021 zu einer Teuerung von +0,6%. Aufgrund der Anpassung der Nominallöhne an die Teuerung verringerte sich die Kaufkraft der Löhne 2018 um 0,8%, nachdem sie in den letzten Jahren zugenommen hatte (2020: +1,5%; 2019: +0,5%). 

Nominallöhne im sekundären Sektor um 0,5% gesunken

Im Industriesektor (sekundärer Sektor) sanken die Nominallöhne um durchschnittlich 0,5% (2020: +0,6%; 2019: +0,9%; 2018: +0,3%; 2017: +0,4%) und gingen damit noch stärker zurück als in der Schweizer Gesamtwirtschaft (–0,2%). In den einzelnen Wirtschaftszweigen dieses Sektors entwickelten sich die Löhne sehr unterschiedlich (–3,1% bis +2.1%). 

Die stärksten nominalen Zunahmen waren in den Wirtschaftszweigen «Reparatur und Installation» (+2,1%) sowie «Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden, Energie- und Wasserversorgung, Abfallentsorgung» (+0,5%) zu beobachten. Am anderen Ende der Rangliste lagen die Wirtschaftszweige «Kokerei und Mineralölverarbeitung, Herstellung von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen» (–3,1%), «Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten und elektrischen Ausrüstungen und Uhren» (–1,1%) sowie «Maschinen- und Fahrzeugbau» (–1,0%), die alle einen Lohnrückgang verzeichneten. Im «Baugewerbe/Bau» sind die Nominallöhne unverändert geblieben (+0,0%). 

Nominallöhne im tertiären Sektor um 0,1% zurückgegangen

Im Dienstleistungssektor sind die Nominallöhne mit –0,1% weniger stark gesunken als im Industriesektor (2020: +0,9; 2019: +0,9%; 2018: +0,5%; 2017: +0,4%). Analog zum sekundären Sektor bestehen auch im tertiären Sektor grosse Unterschiede zwischen den Wirtschaftszweigen. In sechs Branchen sind die Nominallöhne gestiegen, in neun gesunken. In den Wirtschaftszweigen «öffentliche Verwaltung» (+2,1%), «Verlagswesen, audiovisuelle Medien und Rundfunk, Telekommunikation» (+0,7%) sowie «sonstige wirtschaftliche Tätigkeiten» (+0,5%) erhöhten sich die Nominallöhne. 

Den stärksten nominalen Rückgang im Tertiärsektor verbuchte pandemiebedingt der Wirtschaftszweig «Kunst, Unterhaltung und Erholung» (–3,3%). Mit dem Wirtschaftszweig «Informationstechnologische und Informationsdienstleistungen» verzeichnete auch eine Branche mit hoher Wertschöpfung einen Lohnrückgang (–3,1%), was unter anderem auf die Einstellung von neuem Personal mit geringerem Dienstalter zurückzuführen ist.

Reallohnrückgang um 0,8%

Die Kaufkraft der Löhne hat seit der Einführung des schweizerischen Lohnindexes im Jahr 1942 zum 15. Mal abgenommen. 2021 führte die Teuerung von +0,6% zusammen mit dem um 0,2% gesunkenen Nominallohn zu einem Reallohnrückgang von 0,8% (–1,1% im sekundären Sektor und –0,7% im tertiären Sektor). Die Reallohnentwicklung bewegte sich 2021 zwischen –3,9% und +1,5%. Diese grosse Bandbreite verdeutlicht die Vielfalt der Lohndynamik in den einzelnen Wirtschaftszweigen. Unter Berücksichtigung der Teuerung und der Nominallohnentwicklung sind die Reallöhne im Jahr 2021 nur in drei Wirtschaftszweigen gestiegen (öffentliche Verwaltung +1,5%; sonstige Herstellung von Waren, Reparatur und Installation +1,5%; Verlagswesen, audiovisuelle Medien und Rundfunk, Telekommunikation +0,1%). 

Nominallöhne der Frauen um 0,6% gestiegen 

Die Nominallöhne der Frauen und Männer haben sich im Jahr 2021 unterschiedlich entwickelt. Während sie in der Gesamtwirtschaft bei den Männern gesunken sind (–0,7%), haben sie bei den Frauen zugenommen (+0,6%). Bei den Frauen war der nominale Anstieg in den Wirtschaftszweigen «öffentliche Verwaltung» (+3,7%) sowie «Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen» (+0,6%) am grössten. Durch die unterschiedliche Entwicklung der Nominallöhne bei den Männern (–0,7%) und Frauen (+0,6%) verringert sich die durchschnittliche Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen allmählich.

Zusätzliche Informationen wie Tabellen und Grafiken finden Sie in der nachfolgenden PDF-Datei.


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Die Nominallöhne sind im Jahr 2021 um 0,2% gesunken, die Reallöhne um 0,8%
(PDF, 8 Seiten, 185 kB)


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