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Verhalten optimistisch für 2021

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Die Corona-Impfungen sind ein Game Changer. Deshalb dürfen Anleger optimistischer ins 2021 blicken. (Bild: Shutterstock.com)Um die Markterwartungen zu beschreiben, werden oft Begriffe wie "verhalten optimistisch" verwendet – auch an dieser Stelle. "Eigentlich sind sie ein Unding, zu unverbindlich. Kommt es gut, hatte man mit seinem Optimismus recht. Kommt es nicht gut, war man ja nur verhalten optimistisch gewesen. Als hätte man das Unheil kommen sehen", kommentiert Thomas Heller, CIO und Leiter Research bei der Schwyzer Kantonalbank. Derzeit sei der Begriff aber durchaus angebracht. Man dürfe optimistisch sein, weil die Corona-Impfstoffe ein echter "Game Changer" seien. Konjunkturell werde es zwar zunächst schlechter, bevor es besser werde. Denn die Corona-Massnahmen lasten noch auf

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Verhalten optimistisch für 2021

Die Corona-Impfungen sind ein Game Changer. Deshalb dürfen Anleger optimistischer ins 2021 blicken. (Bild: Shutterstock.com)

Um die Markterwartungen zu beschreiben, werden oft Begriffe wie "verhalten optimistisch" verwendet – auch an dieser Stelle. "Eigentlich sind sie ein Unding, zu unverbindlich. Kommt es gut, hatte man mit seinem Optimismus recht. Kommt es nicht gut, war man ja nur verhalten optimistisch gewesen. Als hätte man das Unheil kommen sehen", kommentiert Thomas Heller, CIO und Leiter Research bei der Schwyzer Kantonalbank. Derzeit sei der Begriff aber durchaus angebracht.

Man dürfe optimistisch sein, weil die Corona-Impfstoffe ein echter "Game Changer" seien. Konjunkturell werde es zwar zunächst schlechter, bevor es besser werde. Denn die Corona-Massnahmen lasten noch auf den wirtschaftlichen Aktivitäten. Können die Einschränkungen aufgrund der Impfkampagne zusehends aufgehoben werden, hellen sich die Konjunkturperspektiven deutlich auf.

Einige stützende Faktoren bleiben bestehen

"Während der Belastungsfaktor Corona im Verlauf des Jahres zurückgebunden wird, bleiben einige stützende Faktoren bestehen oder werden sogar verstärkt", so Heller. In der Fiskalpolitik werde mit dem Aufbauplan "Next Generation EU" und dem US-Konjunkturpaket die nächste Stufe gezündet. Auch die Geldpolitik bleibe eine Stütze. Die EZB hat Ende 2020 ihre bereits expansive Politik weiter ausgebaut und die US-Notenbank habe Nullzinsen bis 2023 praktisch versprochen. Der Aufwärtsdruck auf die langfristigen Zinsen bleibe ebenfalls bescheiden. "Gedämpftes Wachstum, eine nur leicht anziehende Inflation und Notenbanken, die Anleihen aufkaufen, halten die Kapitalmarktrenditen tief", meint Heller. "Sie werden nur geringfügig ansteigen."

Märkte anfällig für negative Überraschungen

Ursache (Corona) und Lösung (Impfung) für die derzeit schwierige Lage seien bekannt und im zeitlichen Ablauf absehbar. Die Aktienmärkte werden daher durch diese Phase hindurchschauen und sich auf die Zeit danach fokussieren. Etwa die Aussicht auf stärkeres Wachstum mit verbesserten Gewinnaussichten für die Unternehmen. Die tiefen Zinsen bilden zudem den Nährboden für eine insgesamt positive Aktienentwicklung.

Dennoch ist Heller nur verhalten optimistisch. Der Optimismus basiere unter anderem auf einer erfolgreichen Impfkampagne. Falls etwas schief laufen würde, wie beispielsweise geringere Wirksamkeit oder mangelnde Impfbereitschaft, würde dies die Märkte belasten. Vieles sei jedoch bereits eingepreist. Die Aktienbewertungen seien im Vergleich zu Obligationen zwar fair, absolut betrachtet aber sehr hoch. Die hohen Kurs- und Bewertungsniveaus machen die Märkte anfällig für negative Überraschungen, nicht nur wegen Corona. "Danach sieht es derzeit allerdings nicht aus", meint Heller abschliessend. "Wir rechnen nicht mit einem überragenden, aber doch positiven Aktienjahr 2021."

Dieser Artikel wurde cash von Investrends.ch zur Verfügung gestellt.
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