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Knapp die Hälfte der Arbeitnehmenden mit flexiblen Arbeitszeiten

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05.07.2024 - 2023 profitierten 47,7% der Arbeitnehmenden von flexiblen Arbeitszeiten und knapp zwei von fünf leisteten zumindest gelegentlich Heimarbeit. 26,5% der Erwerbstätigen sind regelmässig samstags tätig, Nachtarbeit ist deutlich weniger verbreitet (5,6%). Befristete Arbeitsverträge betreffen 8,6% der Arbeitnehmenden und der Anteil der Arbeit auf Abruf beläuft sich auf ähnlichem Niveau (8,3%). Zwischen den Wirtschaftsbranchen variieren diese Ergebnisse stark, ebenso nach Geschlecht und Alter. Dies geht aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.Im Jahr 2023 verfügten 47,7% der Arbeitnehmenden über flexible Arbeitszeiten

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05.07.2024 - 2023 profitierten 47,7% der Arbeitnehmenden von flexiblen Arbeitszeiten und knapp zwei von fünf leisteten zumindest gelegentlich Heimarbeit. 26,5% der Erwerbstätigen sind regelmässig samstags tätig, Nachtarbeit ist deutlich weniger verbreitet (5,6%). Befristete Arbeitsverträge betreffen 8,6% der Arbeitnehmenden und der Anteil der Arbeit auf Abruf beläuft sich auf ähnlichem Niveau (8,3%). Zwischen den Wirtschaftsbranchen variieren diese Ergebnisse stark, ebenso nach Geschlecht und Alter. Dies geht aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

Im Jahr 2023 verfügten 47,7% der Arbeitnehmenden über flexible Arbeitszeiten (Wochen- oder Monatsarbeitszeit mit oder ohne Blockzeiten, Jahresarbeitszeit, keine formalen Vorgaben, anderes Modell). Männer (51,8%) profitieren häufiger von flexiblen Arbeitszeiten als Frauen (43,3%). Nach Wirtschaftsbranche betrachtet sind flexible Arbeitszeiten sehr ungleich verteilt. Die höchsten Anteile von rund drei Vierteln sind in folgenden Branchen vorzufinden: Information und Kommunikation (77,3%), Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (75,3%) und Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (73,0%). 

Die Hälfte der Erwerbstätigen im Gastgewerbe arbeitet regelmässig abends

2023 arbeiteten 16,4% der Erwerbstätigen regelmässig abends, Frauen häufiger als Männer (17,2% gegenüber 15,7%). 15- bis 24-Jährige weisen im Altersvergleich den höchsten Anteil an Abendarbeit auf (21,5%), in den restlichen Altersgruppen sind es zwischen 15 und 17%. In der Branche Gastgewerbe/Beherbergung und Gastronomie ist die Abendarbeit am stärksten verbreitet (49,8%), gefolgt von der Branche Verkehr und Lagerei mit 30,7%. Demgegenüber arbeiten lediglich 4,3% der im Baugewerbe/Bau tätigen Personen regelmässig abends.

Regelmässige Nachtarbeit in der Branche Verkehr und Lagerei am häufigsten

Insgesamt arbeitet rund jede zwanzigste erwerbstätige Person regelmässig nachts. Im Gegensatz zur Abendarbeit wird die Nachtarbeit von Männern (6,1%) etwas häufiger praktiziert als von Frauen (5,0%). Ein vergleichsweise hoher Anteil an regelmässiger Nachtarbeit ist in der Branche Verkehr und Lagerei zu vermerken (22,0%), gefolgt vom Gesundheits- und Sozialwesen (12,0%). 

Ein Viertel der Erwerbstätigen arbeitet regelmässig am Wochenende

26,5% der Erwerbstätigen arbeiten regelmässig samstags und 15,8% regelmässig sonntags. Frauen sind häufiger am Wochenende tätig als Männer (samstags: 29,6% gegenüber 23,8%; sonntags: 17,4% gegenüber 14,5%). Differenziert nach Alter zeigen sich hohe Anteile an Wochenendarbeit bei den 15- bis 24-Jährigen (samstags: 35,1%; sonntags: 21,1%) und bei den 65-Jährigen und Älteren (samstags: 33,9%; sonntags: 20,7%). Bei 25- bis 64-Jährigen belaufen sich die Werte auf 25 bis 28% für die Samstagsarbeit bzw. 15 bis 17% für die Sonntagsarbeit. Bemerkenswerte Anteile an Wochenendarbeit sind in der Branche Gastgewerbe/Beherbergung und Gastronomie (Samstagsarbeit: 70,2%; Sonntagsarbeit: 51,3%) sowie in der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (Samstagsarbeit: 68,4%; Sonntagsarbeit: 52,1%) zu verzeichnen. 

Ein Viertel der Personen im Rentenalter arbeitet auf Abruf

Im Jahr 2023 leisteten 8,3% der Arbeitnehmenden Arbeit auf Abruf (Männer: 6,7%; Frauen: 9,9%). Bei Personen im Rentenalter ist diese Arbeitsform besonders verbreitet (25,4%), bei 15- bis 24-Jährigen sind es ebenfalls deutlich mehr als der Durchschnitt (16,1%). Bei Arbeitnehmenden der mittleren Altersklassen beläuft sich die Arbeit auf Abruf auf rund 7%. Diese Arbeitsform ist insbesondere in der Branche Gastgewerbe/Beherbergung und Gastronomie hervorzuheben (19,5%), gefolgt von der Branche Erbringung von sonstigen Dienstleistungen (Kunst, Unterhaltung, private Haushalte, sonstige Dienstleistungen) mit einem Anteil von 14,7%. 

Viel Heimarbeit in der Branche Information und Kommunikation

Knapp zwei von fünf Arbeitnehmenden leisten zumindest gelegentlich Heimarbeit (38,4%). Dies betrifft Erwerbstätigkeiten, die daheim in der Privatwohnung ausgeführt werden, unabhängig davon, ob es sich um Teleheimarbeit (Benutzung des Internets für den Informationsaustausch mit dem Arbeitgeber) handelt oder nicht. In der Branche Information und Kommunikation wird besonders oft Heimarbeit geleistet (82,9% der Arbeitnehmenden). Ebenfalls überdurchschnittliche Anteile von mehr als 60% sind in den Branchen Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (73,3%) und Erziehung und Unterricht (63,3%) vorzufinden. 

Erziehung und Unterricht: ein Viertel mit befristeten Arbeitsverträgen

8,6% der Arbeitnehmenden waren 2023 in einem befristeten Arbeitsverhältnis angestellt, Frauen (9,4%) etwas öfter als Männer (7,8%). Unterschieden nach Alter sind insbesondere die 15- bis 24-Jährigen zu erwähnen, die zu 25,0% befristet angestellt sind. Auch bei den 65-Jährigen und Älteren sind befristete Arbeitsverträge überdurchschnittlich verbreitet (17,2%). Betrachtet nach Wirtschaftsbranche entfällt der höchste Anteil an befristeten Arbeitsverhältnissen auf die Branche Erziehung und Unterricht (24,3%).

Zusätzliche Informationen wie Tabellen finden Sie in der nachfolgenden PDF-Datei.


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Knapp die Hälfte der Arbeitnehmenden mit flexiblen Arbeitszeiten
(PDF, 6 Seiten, 175 kB)


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