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David G. Blanchflower: Not Working – Where Have All the Good Jobs Gone? Princeton University Press, July 2019Was die ganze Welt will, ist eine gute Arbeitsstelle. In diesem Buch geht es um Jobs, ordentliche Jobs, die sich auszahlen.Die Arbeitslosenquote ist zwar derzeit rückläufig, aber es gibt keine Vollbeschäftigung.Auffällig ist der Anstieg der unfreiwilligen Teilzeitbeschäftigung. Das ...

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David G. Blanchflower: Not Working – Where Have All the Good Jobs Gone? Princeton University Press, July 2019

Not Working
Was die ganze Welt will, ist eine gute Arbeitsstelle. In diesem Buch geht es um Jobs, ordentliche Jobs, die sich auszahlen.

Die Arbeitslosenquote ist zwar derzeit rückläufig, aber es gibt keine Vollbeschäftigung.

Auffällig ist der Anstieg der unfreiwilligen Teilzeitbeschäftigung. Das Phänomen heisst Unterbeschäftigung

Das dürftige Lohnwachstum ist ein wichtiges Zeichen dafür, wie weit die Wirtschaft sowohl in den USA als auch in Europa von einer vollständigen Erholung entfernt ist. Wichtig ist, zur Kenntnis zu nehmen, dass die Unterbeschäftigung sich auf die Löhne auswirkt. 

David Blanchflower hat mit David Bell zusammen einen Unterbeschäftigungsindex (underemployment index) generiert. Eine erhebliche Nuance ist dabei, dass sie ihren Index in Stunden, nicht im Personenraum definieren.

Der Index liefert ein vollständigeres Bild der Überschuss-Nachfrage oder des Überschuss-Angebots auf dem Arbeitsmarkt als die Arbeitslosenquote. Und der Index kann auch Vorteile gegenüber der Arbeitslosenquote bieten, um die Produktionslücke zu justieren, beschreibt der Autor. 

Wenn der Unterbeschäftigungsindex im Verhältnis zur Arbeitslosenquote hoch ist und die Nachfrage anzieht, werden die Produzenten, die die Kosten minimieren, den bestehenden Arbeitnehmern längere Arbeitszeiten anbieten, wodurch Einstellungskosten und die mit Neueinstellungen verbundenen Kosten der Unsicherheit vermieden werden.

Und die Arbeitslosigkeitsquote will in einer Erholung nicht so rasch fallen, wenn der Unterbeschäftigungsindex zu Beginn der Erholung relativ hoch ist. Damit lässt sich wahrscheinlich auch erklären, was in den USA in den 1980er Jahren, aber auch in dem Zeitraum nach GFC (global financial crisis) passiert ist. Stichwort: „jobless recovery“.

Im Allgemeinen halten die Autoren fest, dass Vollzeitkräfte (full-timer) sich weniger Arbeitsstunden wünschen und die unfreiwilligen und freiwilligen Teilzeit-Arbeiter mehr Arbeitsstunden wollen.

Eine Evidenz betrifft hierbei das internationale Niedriglohnwachstum.

Es stellt sich heraus, dass die Unterbeschäftigungs-Quote im Zeitraum nach GFC, was die Auswirkung auf die Löhne betrifft, viel wichtiger ist als die Arbeitslosenquote. Das heisst, dass die unfreiwillige Teilzeitquote das Lohnwachstum erheblich senkt, wobei die Globalisierung und der Rückgang der Gewerkschaftsmitgliedschaft dabei auch eine relevante Rolle spielen.

Die Hauptaussage des Buches ist, dass die Unterbeschäftigung in der Zeit nach der Rezession die Arbeitslosigkeit als Hauptindikator für die anhaltende Flaute im Arbeitsmarkt ("slack") abgelöst hat.

Insbesondere ist anzumerken, dass die Unterbeschäftigung in vielen Ländern nicht auf das Niveau vor der Rezession zurückgekehrt ist, wohingegen die Arbeitslosigkeit gestiegen ist. Die Löhne stiegen ein Jahr vor der GFC um 4% und mehr und danach um 3% und weniger. So einfach ist das.

David Bell und Blanchflower finden Hinweise darauf, dass die Unterbeschäftigung in den Jahren nach der GFC dazu beiträgt, vorherzusagen, was mit dem Lohnwachstum geschieht, während dies bei der Arbeitslosigkeit nicht der Fall ist.

Die Unterbeschäftigten wollen nicht unterbeschäftigt sein. Die Überbeschäftigten sind besorgt. Zur Erinnerung: Eine der wichtigsten Determinanten des Glücks ist es, einen Job zu haben. Wir brauchen weltweit negative Überraschungen (downside surprises) für die Arbeitslosenquote. Das heisst, dass die Arbeitslosenquote ruhig weiter fallen kann, ohne Inflation auszulösen.

Prof. Blanchflower stellt die Data vor der Theorie und liefert eine hervorragende Analyse des Arbeitsmarkts. Das beste Buch, des im Sommer 2019 erschienen ist. Ohne Zweifel ein Standardwerk. Unbedingt lesenswert.

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David G. Blanchflower: "Not Working", Princeton University Press, 2019
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