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The Production of Money

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BuchbesprechungAnn Pettifor: The Production of Money – How to Break the Power of Bankers, Verso Books, London & New York, 2017.Was ist Geld? Wo kommt es her? Und wer kontrolliert es? Solche Fragen mögen sich auf Anhieb trivial anhören. Aber es ist angesichts der anhaltenden Konsequenzen der globalen Finanzkrise (GFC) von 2008-2009 von grosser Bedeutung, sich ...

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Buchbesprechung

Ann Pettifor: The Production of Money – How to Break the Power of Bankers, Verso Books, London & New York, 2017.

The Production of Money

Was ist Geld? Wo kommt es her? Und wer kontrolliert es? 

Solche Fragen mögen sich auf Anhieb trivial anhören. Aber es ist angesichts der anhaltenden Konsequenzen der globalen Finanzkrise (GFC) von 2008-2009 von grosser Bedeutung, sich nüchtern damit auseinanderzusetzen.

Denn die Diagnose ist entscheidend, die Ungleichgewichte abzubauen und die Beschäftigung zu fördern. 

Die in Europa gegenwärtig vorherrschende Austeritätspolitik beruht auf dem realwirtschaftlichen Modell, wo es kein Geld gibt und der Sparer im Mittelpunkt (z.B. DSGE-Modellierung) steht. Das heisst, dass das Sparen die Voraussetzung für das Investieren ist.

Deswegen ist es nicht erstaunlich, dass Ökonomen wie z.B. Larry Summers und Ben Bernanke versuchen, die Niedrigzinsen mit dem Hinweis auf die „Sparschwemme“ zu erklären.

Ann Pettifor hingegen argumentiert in ihrem neuen lesenswerten Buch gestützt auf das geldwirtschaftliche Modell, dass das Sparen keinen direkten Effekt auf den Finanzmarkt entfaltet. 

Das heisst, dass Ersparnisse für das Investieren nicht nötig sind, da die Banken aus dem Nichts Geld (out of thin air) schöpfen können.

Die Bankeinlagen werden dadurch geschaffen, dass die Banken Kredit vergeben. Die Banken sind m.a.W. nicht auf Kundeneinlagen angewiesen, um Kredit geben zu können.

Der massive Anstieg der Geldbasis (Notenbankgeldmenge) via QE-Politik hat nicht zu einer Ausweitung der Geldmenge geführt. Die Inflation ist nicht durch die Decke geschossen. 

Das Geld (oder Kredit) existiert nämlich nicht als eine Folge der wirtschaftlichen Aktivität, wie viele Menschen es glauben, sondern das Geld erzeugt wirtschaftliche Aktivität, erläutert Pettifor.

Das Geld ist nicht ein Standardgut wie Gold, Erdöl, Handelsware. Deshalb steht im geldwirtschaftlichen Modell der Investor im Mittelpunkt. 

Pettifor zitiert dabei John Maynard Keynes, Karl Polanyi, Hyman Minsky und Steve Keen öfters. 

Sie ist Director of Prime, ein Honorary Research Fellow an der City University und ein Fellow der New Economics Foundation.

Ein fesselndes Buch, das auch für die Laien in einer verständlichen Sprache verfasst ist. 

Mit Leichtigkeit enthüllt Pettifor die Unzulänglichkeiten und die Widrigkeiten des fiskalischen Konservatismus sowie des monetaristischen Radikalismus. 

Die Autorin schneidet auch aktuelle Themen wie "Brexit" und Bitcoin an, immer mit dem Ziel vor Augen, das Geldsystem angemessen zu verstehen und dementsprechend Massnahmen zu ergreifen, um die Beschäftigung zu fördern und das menschliche Wohlergehen zu stützen.

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