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Bundesheer-Major: „Ein Blackout kommt demnächst ganz sicher“

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Reinhard Werner considers the following as important:

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In einem Gespräch mit dem österreichischen Medium „heute“ warnt Krisenvorsorge-Experte Herbert Saurugg, ein Blackout komme „demnächst ganz sicher“. Das Bundesheer werde in diesem Fall auch nur seine eigenen Systeme schützen – und habe zu wenig Experten.

Wachsender Strombedarf, Ausstiegspolitik, fehlende Speicherbarkeit erneuerbarer Energien, Unwetter und Cyberangriffe sind nur einige der Faktoren, die den österreichischen Bundesheer-Major Herbert Saurugg zu ernsten Warnungen veranlassen.

„Ein Blackout kommt demnächst ganz sicher, das kann heuer sein oder erst in fünf Jahren – aber er wird leider kommen“, äußerte der Krisenvorsorge-Experte gegenüber dem Medium „heute“. Und das „heißt dann zehn Tage kein Supermarkt“.

Blackout würde europaweit bis zu einer Woche dauern

Sollte der EU-weite Blackout kommen, wäre Österreich noch in einer verhältnismäßig günstigen Position. Dort könnte ein solcher nach rund 24 Stunden überwunden werden. Europaweit könnte dies jedoch eine ganze Woche dauern.

Mit der Wiederherstellung des Stromflusses wäre es jedoch noch nicht getan, so Saurugg. Er erläutert: „Wenn wir einen Blackout von einem Tag haben, dauert es Tage, ja sogar über eine Woche, bis das Werkl wieder läuft. Man muss sich vorstellen: Über acht Millionen Menschen haben plötzlich nichts zu essen, kein Wasser, kein Handynetz, kein Internet.“

Supermärkte hätten dann sicherlich eine Woche oder länger geschlossen, da es bis zum Hochfahren aller Systeme einige Tage dauere. Die Logistik wäre immer noch unterbrochen, ebenso die Elektronikkette. Treibstoff wäre nicht flächendeckend verfügbar, auch öffentliche Verkehrsmittel fielen aus. Im eigenen Haushalt würden Lebensmittel verderben.

Nach vier Tagen würden Großstädte im Chaos versinken

Verhindern ließe sich das Szenario nicht, es wäre lediglich möglich, sich dafür zu rüsten. Am wichtigsten, so Saurugg, wäre „der Zusammenhalt innerhalb der Familie und vor allem in der Nachbarschaft“. Auf dem Land sei dies meist eher gewährleistet. In Städten seien hingegen „nach ein bis zwei Tagen erste Ausschreitungen und Plünderungen“ zu befürchten – und „nach vier Tagen könnte eine Großstadt dann im völligen Chaos versinken“.

Lebensmittel zu horten, die gekocht werden können, etwa Nudeln, mache schon Sinn, so Saurugg. Nach dem Blackout sei der Strom ja nach einer gewissen Zeit wieder da, allerdings blieben die Geschäfte noch für einige Tage geschlossen.

Vorhanden sein sollten unter anderem: Eine 6er-Palette Wasser pro Person, Nudeln, Reis, Konserven, ein Erste-Hilfe-Kasten, erforderliche Medikamente und Hygieneartikel, allfällig erforderlicher Baby-Bedarf sowie Taschenlampe, Radiobatterien, Camping-Kocher, Gaskartuschen und eine Stirnlampe. Bei Mineralwasser und Nudeln sei das Haltbarkeitsdatum irrelevant – ebenso bei Konserven, es sei denn, die Büchsen hätten sich aufgebläht.

Zivilschutz in Österreich „noch in den Kinderschuhen“

Von Kerzen und Notstromaggregaten in Privathaushalten hält Saurugg wenig. Sie würden die Brandgefahr erhöhen – während ein Notruf wenig bringen würde und vielleicht sogar Löschwasser knapp wäre.

Der Treibstoff für Notstromaggregate gehöre richtig gelagert und sei nur begrenzt haltbar. Zudem mache man sich zur Zielscheibe: „Wenn ich als einziger in der Straße Licht habe, habe ich gute Chancen, ungebetenen Besuch zu bekommen.“

Sinnvoller sei es, mit den Nachbarn zu kooperieren, ein zumindest halb getanktes Auto zur Verfügung zu haben und ausreichend Müllsäcke und Katzenstreu bereit zu haben. Diese könnten relevant werden, wenn es um die Verrichtung der Notdurft oder den Umgang mit verdorbenen Lebensmitteln gehe.

Für den Besitz von Waffen habe Saurugg „Verständnis“ – sie seien aber keine Lösung, und: „Der andere könnte schneller sein.“ Das Bundesheer selbst werde im Ernstfall vor allem seine eigenen Systeme schützen. Für einen breiten Zivilschutz sei es streng genommen gar nicht zuständig. Dessen Aufbau stecke allerdings „noch in den Kinderschuhen“ – und es gäbe in Österreich „nicht einmal eine Handvoll Experten“.



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