Monday , August 21 2017
Home / Inside Paradeplatz / Warum so viele Deutsche? Sie sprechen einfach schneller und präziser als die Schweizer

Warum so viele Deutsche? Sie sprechen einfach schneller und präziser als die Schweizer

Summary:
Der Erfolg der Schweiz beruht auf der globalen Wirtschaft, wie sie von Nestlé, Novartis und vielen anderen vertreten wird. Die Frage ist nur, warum stehen derart viele deutsche Topmanager an der Spitze Schweizer Unternehmen – und keine Schweizer? Ich denke, da ich es beobachte: Die Deutschen sprechen einfach schneller, und das Hochdeutsche erlaubt eine präzisere Ausdrucksweise als das „Züridütsch national“. Die UBS Schweiz, was vor 20 Jahren noch undenkbar gewesen wäre, wird von Martin Blessing geführt, einem deutschen Bankier, der vom deutschen VR-Präsidenten des UBS-Konzerns, Axel Weber, für diese Position empfohlen wurde. Warum soll ich als Schweizer für einen Deutschen arbeiten? In der globalisierten Schweiz gilt schon diese Frage als sehr unpassend. Warum soll ich als Schweizer UBS-Kunde für die Karriere eines Deutschen arbeiten? Diese Frage gilt als noch viel unpassender. Das Gleiche erleben wir bei der Swiss, die sich eine Schweizer Airline nennt, aber nur eine Abteilung des Konzerns Deutsche Lufthansa ist. Der Chef der Swiss ist CEO Thomas Klühr, ein Deutscher, der zuvor in München für die Lufthansa tätig war. Sicher ist er kein Schweizer, sondern der Vertreter deutscher Interessen. Klührs Vor-Vorgänger ist Christoph Franz. Dieser hat zum Aufbau der Swiss viel beigetragen.

Topics:
Klaus Stöhlker considers the following as important:

This could be interesting, too:

Pascal Hügli writes Worin die populäre Geldschöpfungskritik irrt

Klaus Stöhlker writes Kein Börsencrash, sondern Allzeithochs erwarten uns

Bear's Advocate writes Katastrophaler Kochrezept-Börsengang: „Blaue Schürze“ als Geldverbrennungs-Maschine

Paul Feuermann writes Schafft der SMI noch den Allzeit-Rekord, bevor er einbricht?

Der Erfolg der Schweiz beruht auf der globalen Wirtschaft, wie sie von Nestlé, Novartis und vielen anderen vertreten wird. Die Frage ist nur, warum stehen derart viele deutsche Topmanager an der Spitze Schweizer Unternehmen – und keine Schweizer?

Ich denke, da ich es beobachte: Die Deutschen sprechen einfach schneller, und das Hochdeutsche erlaubt eine präzisere Ausdrucksweise als das „Züridütsch national“.

Die UBS Schweiz, was vor 20 Jahren noch undenkbar gewesen wäre, wird von Martin Blessing geführt, einem deutschen Bankier, der vom deutschen VR-Präsidenten des UBS-Konzerns, Axel Weber, für diese Position empfohlen wurde.

Warum soll ich als Schweizer für einen Deutschen arbeiten? In der globalisierten Schweiz gilt schon diese Frage als sehr unpassend. Warum soll ich als Schweizer UBS-Kunde für die Karriere eines Deutschen arbeiten? Diese Frage gilt als noch viel unpassender.

Das Gleiche erleben wir bei der Swiss, die sich eine Schweizer Airline nennt, aber nur eine Abteilung des Konzerns Deutsche Lufthansa ist. Der Chef der Swiss ist CEO Thomas Klühr, ein Deutscher, der zuvor in München für die Lufthansa tätig war. Sicher ist er kein Schweizer, sondern der Vertreter deutscher Interessen.

Klührs Vor-Vorgänger ist Christoph Franz. Dieser hat zum Aufbau der Swiss viel beigetragen. Weil es ihm in der Schweiz gefiel, wurde er Präsident des Verwaltungsrates von Roche, einem bedeutenden Basler Pharmakonzern, dessen Aktionäre auch mehrheitlich im Ausland zu suchen sind. Franz ist heute der führende Promoter des expandieren Flughafens Zürich-Kloten, dessen negative Lärm-,...Continue reading here

Klaus Stöhlker
Klaus Jürgen Stöhlker (* 1941 in Ludwigshafen am Rhein) ist ein deutscher und Schweizer Journalist, Redaktor, Berater, Publizist und Unternehmer.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *