Wednesday , April 26 2017
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Unsere Exporteure sind die neuen Bauern. Statt deren Milch ist ihr Euro garantiert

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Wie hoch würde der Euro gegenüber dem Schweizerfranken notieren ohne die Interventionen unserer Schweizerischen Nationalbank (SNB)? Das ist eine hypothetische Frage, die wissenschaftlich nicht exakt beantwortet werden kann. In der Nationalökonomie können wir ja keine Versuche im Labor durchführen. Trotzdem müssen wir irgendeine Vorstellung haben, was die Interventionen der SNB am Devisenmarkt überhaupt bringen. Diese kosteten uns ja in den vergangenen Wochen immerhin rund 5 Milliarden pro Woche oder rund 1 Milliarde pro Tag. Glühende Befürworter der SNB-Interventionen aus Kreisen der Exporteure oder der Tourismusbranche würden wahrscheinlich behaupten: Ohne Interventionen der SNB wäre der Euro/Franken-Kurs möglicherweise 15 oder gar 20 Prozent tiefer. Skeptiker der

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Marc Meyer considers the following as important:

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Wie hoch würde der Euro gegenüber dem Schweizerfranken notieren ohne die Interventionen unserer Schweizerischen Nationalbank (SNB)? Das ist eine hypothetische Frage, die wissenschaftlich nicht exakt beantwortet werden kann. In der Nationalökonomie können wir ja keine Versuche im Labor durchführen.

Trotzdem müssen wir irgendeine Vorstellung haben, was die Interventionen der SNB am Devisenmarkt überhaupt bringen. Diese kosteten uns ja in den vergangenen Wochen immerhin rund 5 Milliarden pro Woche oder rund 1 Milliarde pro Tag.

Glühende Befürworter der SNB-Interventionen aus Kreisen der Exporteure oder der Tourismusbranche würden wahrscheinlich behaupten: Ohne Interventionen der SNB wäre der Euro/Franken-Kurs möglicherweise 15 oder gar 20 Prozent tiefer.

Skeptiker der SNB-Interventionen würden dem wahrscheinlich entgegenhalten und behaupten: Ohne Interventionen der SNB wäre der Euro/Franken-Kurs möglicherweise 5 Prozent tiefer.

Bildet man einen Schnitt aus diesen beiden unterschiedlichen Beurteilungen, so kommt man zum Resultat, dass ohne Interventionen der SNB der Euro/Franken-Kurs schätzungsweise rund 10 Prozent tiefer notieren würde.

Vergleicht man das Interventionsvolumen der SNB mit den täglich gehandelten Devisen an den weltweiten Devisenmärkten, so kommt man zum Schluss, dass die Interventionen der SNB langfristig gar keinen Effekt haben können.

Die über Jahre akkumulierten 700 Milliarden Franken Devisen der SNB können das weltweit gehandelte Volumen von umgerechnet über 4 Billionen Dollar pro Tag nie und nimmer beeinflussen. Das ist reine Logik.

Man muss sich im Klaren darüber sein, dass der Wechselkurs Euro/Franken über die sogenannten Crossrates (Währungsgeflecht) auch von Wechselkursen wie Dollar/Franken, Dollar/Euro abhängt.

Ein Blick auf die Entwicklung des Wechselkurses Euro/Franken zeigt denn auch Folgendes. Im langfristigen Vergleich tendiert der Euro kontinuierlich schwächer. Genauso, wie der Dollar seit Freigabe der Wechselkurse im Jahre 1973 von über 4.30 zum Franken auf nunmehr unter Parität fiel, genauso fällt der Euro gegenüber dem Franken kontinuierlich.

Der Dollar verzeichnete seit Freigabe der Wechselkurse ein Minus von grob gerechnet 2 Prozent pro Jahr. Demgegenüber ist der Euro seit seiner Einführung vor etwas über 17 Jahren per Saldo auch um ziemlich genau 2 Prozent pro Jahr gefallen.

In dieser Zeit oszillierte der Wechselkurs Dollar/Euro um den ehemaligen Emissionskurs des Euro zum Dollar bei 1.10. Ein Euro kostet umgerechnet immer noch rund 1.1 Dollar wie damals bei der Lancierung des Euro.

Im langfristigen Vergleich ist und bleibt der Franken also eine starke Währung. Das war auch in Relation zu den Vorgänger-Währungen des Euro bereits der Fall: Sowohl Lira, alter und neuer französischer Franc, Peseta, Drachme, Escudo, Schilling, irisches Pfund, DM undsoweiter undsofort – sie alle schwächten sich gegenüber dem Franken über die Jahre und Jahrzehnte kontinuierlich ab. Die einen mehr, die anderen weniger. Aber alle werteten sich ab.

In dieser ganzen Zeit war die Schweizer Wirtschaft stark. Man kann mit Fug und Recht argumentieren, dass der starke Franken das Resultat der starken Schweizer Wirtschaft ist.

Und eine Trendumkehr ist nicht in Sicht: Die Schweizer Exporte eilen von Rekord zu Rekord. Im vergangenen Jahr verzeichnete unser Land einen Exportüberschuss von sage und schreibe über 37 Milliarden Franken.

Die Devisen, welche die Schweizer Exporteure lösen, wechseln sie in Franken, wobei ihnen die SNB einen Mindestpreis garantiert – ob offiziell (Mindestkurs 1.20) oder inoffiziell (heute bei rund 1.08).

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Marc Meyer
Together with the professor Hans Geiger and his publisher Lukas Hässig, Dr Marc Meyer is the biggest opponent of the Swiss National Bank. Analogously to Macbeth's three widges, George Dorgan called them the three Swiss sorcerers that fight against the seemingly unlimited power of central banks. Meyer lives in a road called "hell weg" near Basel.

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