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Kauft Vincenz Gold oder Schrott für die Helvetia?

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Pierin Vincenz lässt die Puppen tanzen. Jetzt bei der konservativen Helvetia. Kaum übernimmt der Ex-Raiffeisen-Chef das Präsidium des Versicherers, schon haut er auf den Putz. Für 107 Millionen erwarb Vincenz letzten Dezember eine Mehrheit an Moneypark. Eine Riesensumme für einen Hypo-Vergleichsdienst mit erst 5 Jahren auf dem Buckel. Nun gibt Moneypark auf dem Finanzplatz zu reden. In Online-Abfragen taucht die Vermittlerin mit ihren Angeboten immer häufiger zuoberst auf – mit dem tiefsten Zins. Das überrascht. Denn Moneypark ist keine Bank, sondern ein Broker. Das Unternehmen prüft Hypotheken von Banken und macht dem Kunden einen Vorschlag. Kommt das Geschäft zustande, dann erhält Moneypark eine Kommission fürs erfolgreiche Vermitteln. Also kann Moneypark gar nie

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Pierin Vincenz lässt die Puppen tanzen. Jetzt bei der konservativen Helvetia. Kaum übernimmt der Ex-Raiffeisen-Chef das Präsidium des Versicherers, schon haut er auf den Putz.

Für 107 Millionen erwarb Vincenz letzten Dezember eine Mehrheit an Moneypark. Eine Riesensumme für einen Hypo-Vergleichsdienst mit erst 5 Jahren auf dem Buckel.

Nun gibt Moneypark auf dem Finanzplatz zu reden. In Online-Abfragen taucht die Vermittlerin mit ihren Angeboten immer häufiger zuoberst auf – mit dem tiefsten Zins.

Kauft Vincenz Gold oder Schrott für die Helvetia?

Das überrascht. Denn Moneypark ist keine Bank, sondern ein Broker. Das Unternehmen prüft Hypotheken von Banken und macht dem Kunden einen Vorschlag.

Kommt das Geschäft zustande, dann erhält Moneypark eine Kommission fürs erfolgreiche Vermitteln.

Also kann Moneypark gar nie günstiger sein als die günstigste Bank. Sonst würde die Firma nicht nur gratis arbeiten, sondern auch Dumping betreiben.

Vincenz kaufte das Unternehmen zu einem gigantischen Preis und mit einem Geschäftsmodell, das von anderen Vergleichsdiensten wie Comparis bei den Krankenkassen bekannt ist.

Der Bündner meinte auf Anfrage, dass die Akquisition von Moneypark auf die Strategie seiner Vorgänger bei der Helvetia zurückgehen würde.

Er setze sie lediglich um.

Wenige Wochen nach dem Moneypark-Deal startete Vincenz‘ Helvetia eine Kooperation mit einem Startup-Fonds.

Dieser heisst b-to-v und will Schweizer Technologie-Firmen mit Bezug zum Versicherungsbusiness finanzieren.

Auch hier langte Vincenz, der erst seit 1,5 Jahren an der Spitze der Helvetia steht, tief in die Taschen. 55 Millionen sollen in einer ersten Phase in 25 Startups gepumpt werden.

Vincenz wiederholt, was er schon bei der Raiffeisen gemacht hatte. Auch dort kaufte er kleine Buden und gründete Vehikel, um KMUs zu finanzieren. Diese sollten der Bank Erträge bringen.

Bei der Raiffeisen war die Shoppingtour von Vincenz umstritten. Neben der KMU-Offensive erwarb Vincenz einen Anteil an der Avaloq, gründete mit dieser eine IT-Tochter.

Zuvor nahm er den bedrängten Ostschweizer Kollegen von der Wegelin deren Privatbank für über eine halbe Milliarde Franken ab.

Schliesslich überschüttete er den Zürcher Beat Wittmann mit Dutzenden von Millionen...Continue reading here

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Lukas Haessig
Im Frühling 2006 machte ich mich als freischaffender Wirtschaftsjournalist mit Sitz in Zürich selbständig. Für den Zürcher Tages-Anzeiger und die Schweizer Handelszeitung schreibe ich regelmässig Artikel, zudem arbeite ich als Wirtschaftsexperte für Radio 1. Im November 2011 startete ich die Internet-Finanzzeitung Inside Paradeplatz.

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