Wednesday , August 23 2017
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UBS und CS pushen Frauen – erfolglos

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Der Rausschmiss des Google-Mitarbeiters, der die tiefe Frauenquote in Silicon Valley mit Biologie begründet, sorgt für emotionale Stürme. Rückfall ins Mittelalter, urteilt der Medien-Mainstream. Fakt ist: Frauenförderung verschlingt auch in Swiss Banking Millionen, geniesst oberste Management-Aufmerksamkeit, und bringt … nichts. Ein Vergleich von 2011 bis 2016 bei den beiden Schweizer Grossbanken zeigt, dass sich kaum etwas bewegt hat. Die UBS hatte Ende 2011 einen Frauenanteil von 37 Prozent bei einer weltweiten Belegschaft von über 65’000 Mitarbeitern. 5 Jahre später sind es marginal mehr: 39 Prozent. Bei der CS ist die Entwicklung noch ernüchternder. Lag der Anteil der aktiven Frauen bei der CS-Pensionskasse Schweiz per Ende 2011 bei 38 Prozent, so betrug dieser

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Der Rausschmiss des Google-Mitarbeiters, der die tiefe Frauenquote in Silicon Valley mit Biologie begründet, sorgt für emotionale Stürme. Rückfall ins Mittelalter, urteilt der Medien-Mainstream.

Fakt ist: Frauenförderung verschlingt auch in Swiss Banking Millionen, geniesst oberste Management-Aufmerksamkeit, und bringt … nichts.

Ein Vergleich von 2011 bis 2016 bei den beiden Schweizer Grossbanken zeigt, dass sich kaum etwas bewegt hat.

Die UBS hatte Ende 2011 einen Frauenanteil von 37 Prozent bei einer weltweiten Belegschaft von über 65’000 Mitarbeitern.

5 Jahre später sind es marginal mehr: 39 Prozent.

UBS und CS pushen Frauen – erfolglos

Bei der CS ist die Entwicklung noch ernüchternder. Lag der Anteil der aktiven Frauen bei der CS-Pensionskasse Schweiz per Ende 2011 bei 38 Prozent, so betrug dieser Ende 2016 genau gleich viel. Auch auf alle 50’000 CS-Jobs bezogen stieg er nur minim, von 37 auf 38 Prozent.

Stagnation. Treten an Ort.

Und das, obwohl das Spitzenmanagement der beiden wichtigsten Banken seit Jahren nicht müde wird zu betonen, wie wichtig es sei, Frauen zu fördern, den Frauenanteil zu erhöhen.

Beide Banken rufen eine Initiative nach der anderen ins Leben. Bei der UBS hiess das grosse Schlagwort „Diversity“. Es geht zurück auf die Zeit von Peter Wuffli als CEO.

Das liegt nun 10 Jahre zurück. Die CS holte derweil eine TV-Frau aus den USA in die oberste Geschäftsleitung, um dem Thema Frauenförderung an der Spitze des Unternehmens die nötige Beachtung zu schenken.

Pamela Thomas-Graham hiess sie, sie schrieb Krimis, ist mehrfache Mutter und schreibt heute Blogs. Sofort wurde unter ihr das Gender-Thema zur grossen Frage.

Thomas-Graham sprach von einer undurchsichtigen Decke („Glass ceiling“), die in der Firmenwelt bestehen und es Frauen unmöglich machen würde, ganz nach oben aufzusteigen.

Thomas-Graham ist inzwischen History, das Thema bleibt. Ja, es gewinnt ständig an Beachtung – zumindest bei den Managern.

Der neue UBS-Schweiz-Chef Martin Blessing versucht, mit der Frauenförderung zu punkten. Er will den Anteil der Frauen im Management auf einen Drittel erhöhen.

Derzeit liegt er bei der UBS...Continue reading here

Lukas Haessig
Im Frühling 2006 machte ich mich als freischaffender Wirtschaftsjournalist mit Sitz in Zürich selbständig. Für den Zürcher Tages-Anzeiger und die Schweizer Handelszeitung schreibe ich regelmässig Artikel, zudem arbeite ich als Wirtschaftsexperte für Radio 1. Im November 2011 startete ich die Internet-Finanzzeitung Inside Paradeplatz.

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