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Rohner und Thiam torkeln auf der CS-Titanic

Summary:
Urs Rohner und Tidjane Thiam, die Kapitäne des Grossbanken-Tankers Credit Suisse, schwanken auf der Brücke. Gegenseitig umklammern sie sich und schauen bange nach vorn. Dort türmen sich die Eisberge. Die zwei Spitzenleute haben das CS-Schiff ins Eismeer der Hochfinanz gesteuert. Nun wissen sie nicht weiter. Abbild der Ohnmacht ist ihr Oster-Trauerspiel mit dem Bonus-Notverzicht. Die CS-Bosse gestehen damit ein: Nicht einmal das kriegen wir auf die Reihe. Zwei Männer im Sturm, beide unerprobt, mit fehlendem Kompass und schweren Boni-Taschen. So präsentiert sich die oberste Führung der Nummer 2 am Zürcher Paradeplatz im Frühling 2017. So lange es geht, sackt dieses Gespann ohne Plan und Vision ein, was es noch kann. Der gross inszenierte Bonusverzicht vom Karfreitag ist dabei nur ein schlechter Witz. Thiam erhält statt den ursprünglich vorgesehenen 11,9 Millionen neu 10,2 Millionen. Damit ist der CS-Chef immer noch weit vor seinen Europa-Kontrahenten, mit Ausnahme des UBS-Chefs. Aus Thiams ursprünglichen 11,9 sind 10,2 Millionen geworden – immer noch ein Spitzenwert. Thiam sollte gänzlich auf seinen Bonus verzichten. So wie John Cryan, der Chef der ähnlich desaströsen Deutschen Bank. Beide Institute schreiben unter neuer Führung riesige Verluste.

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Urs Rohner und Tidjane Thiam, die Kapitäne des Grossbanken-Tankers Credit Suisse, schwanken auf der Brücke. Gegenseitig umklammern sie sich und schauen bange nach vorn.

Dort türmen sich die Eisberge. Die zwei Spitzenleute haben das CS-Schiff ins Eismeer der Hochfinanz gesteuert.

Nun wissen sie nicht weiter. Abbild der Ohnmacht ist ihr Oster-Trauerspiel mit dem Bonus-Notverzicht. Die CS-Bosse gestehen damit ein: Nicht einmal das kriegen wir auf die Reihe.

Zwei Männer im Sturm, beide unerprobt, mit fehlendem Kompass und schweren Boni-Taschen. So präsentiert sich die oberste Führung der Nummer 2 am Zürcher Paradeplatz im Frühling 2017.

So lange es geht, sackt dieses Gespann ohne Plan und Vision ein, was es noch kann. Der gross inszenierte Bonusverzicht vom Karfreitag ist dabei nur ein schlechter Witz.

Thiam erhält statt den ursprünglich vorgesehenen 11,9 Millionen neu 10,2 Millionen. Damit ist der CS-Chef immer noch weit vor seinen Europa-Kontrahenten, mit Ausnahme des UBS-Chefs.

Rohner und Thiam torkeln auf der CS-Titanic

Aus Thiams ursprünglichen 11,9 sind 10,2 Millionen geworden – immer noch ein Spitzenwert.

Thiam sollte gänzlich auf seinen Bonus verzichten. So wie John Cryan, der Chef der ähnlich desaströsen Deutschen Bank.

Beide Institute schreiben unter neuer Führung riesige Verluste. Also gibt es keine Erfolgsentschädigung für die Spitze, entschied Cryan für sich und seine Kollegen in der obersten Führung der Bank.

Bei der CS lautet das Motto umgekehrt. Ich nehme mir meinen fetten Bonus, wenn niemand ihn mir verwehrt.

Thiams Philosophie ist speziell, zahlt sich aber aus – für ihn selbst. Weise ich Gewinne aus, dann habe ich einen Topbonus verdient; schliesslich bin ich super.

Mache ich umgekehrt Verluste, dann will ich ebenfalls meinen Bonus. Schliesslich ist die Krise ja nicht meine Schuld. Bin neu hier.

Für die Investoren aus den USA ist mit dieser Haltung nun Schluss. Stimmrechtsvertreterin Glass Lewis hat soeben entschieden, trotz dem österlichen Teilverzicht Thiams die Vergütung der CS-Spitze abzulehnen.

Das berichtete heute früh die SRF-Wirtschaftssendung Eco.

Thiam geht als Mann in die CS-Geschichte ein, der so lange wie möglich versuchte, immer noch weiter Boni aus dem geschwächten Finanzkonzern herauszuholen.

Das zeigen seine beiden Jahre 2015 und 2016. Statt die CS in sichere Gewässer zu führen, sacken er und seine Gefolgsleute weiter Unsummen ein aus einem Unternehmen, das auszubluten droht.

für 2016 kassiert die Konzernleitung als Ganzes selbst...Continue reading here

Lukas Haessig
Im Frühling 2006 machte ich mich als freischaffender Wirtschaftsjournalist mit Sitz in Zürich selbständig. Für den Zürcher Tages-Anzeiger und die Schweizer Handelszeitung schreibe ich regelmässig Artikel, zudem arbeite ich als Wirtschaftsexperte für Radio 1. Im November 2011 startete ich die Internet-Finanzzeitung Inside Paradeplatz.

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