Wednesday , August 23 2017
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McKinsey, Sparen, Greco

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Super-Mario ist sein Übername. Super ist bei Zurich-Chef Mario Greco vor allem eines: sein eiserner Sparwille. Der führt zu zweistelligem Gewinnwachstum, wie die grösste Schweizer Versicherungsgesellschaft heute meldet. Allerdings auch nur unter Ausklammerung eines Riesenabschreibers in England. Berücksichtigt man diesen, so ist die Zurich „flat“. Gewinn der Gruppe von Januar bis Juni im letzten Jahr: 2’163 Millionen Dollar; Gewinn in der ersten Hälfte dieses Jahres: 2’167 Millionen. Veränderung: 0 Prozent. Greco kann sagen, dass er aufräumen muss, was er geerbt hat. Er übernahm bei der Zurich das operative Steuer im März 2016. Als alter McKinsey-Manager weiss er, was er selbst rasch beeinflussen kann. Die Kosten. Das sagte er in einem Interview im letzten Herbst in

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Super-Mario ist sein Übername. Super ist bei Zurich-Chef Mario Greco vor allem eines: sein eiserner Sparwille.

Der führt zu zweistelligem Gewinnwachstum, wie die grösste Schweizer Versicherungsgesellschaft heute meldet. Allerdings auch nur unter Ausklammerung eines Riesenabschreibers in England.

Berücksichtigt man diesen, so ist die Zurich „flat“. Gewinn der Gruppe von Januar bis Juni im letzten Jahr: 2’163 Millionen Dollar; Gewinn in der ersten Hälfte dieses Jahres: 2’167 Millionen.

Veränderung: 0 Prozent.

Greco kann sagen, dass er aufräumen muss, was er geerbt hat. Er übernahm bei der Zurich das operative Steuer im März 2016. Als alter McKinsey-Manager weiss er, was er selbst rasch beeinflussen kann.

Die Kosten. Das sagte er in einem Interview im letzten Herbst in der NZZ selbst. „Wir werden kaum noch neue Jobs schaffen“, meinte Greco damals. Grund sei auch die Digitalisierung.

Doch was macht Greco ausser Sparen sonst? Da müsste der Zurich-CEO Antworten liefern und einen Weg nach vorn aufzeigen. Denn Sparen allein kann es nicht sein.

Die Fragezeichen mehren sich, dass Greco fast nur spart und zu wenig für die Zukunft macht. Ein starkes Indiz liefern die heutigen Ertragszahlen für das Halbjahr 1 von 2017.

Sie zeigen, dass die Einnahmen in den beiden grossen Berichen Sachversicherung und Lebensversicherungen sanken.

Im Sach- und Unfallgeschäft beträgt der Rückgang 3 Prozent. Da nahm die Zurich noch genau 18 Milliarden Dollar ein.

Im Lebensversicherungs-Business ging es ebenfalls bergab, und zwar ebenfalls um 3 Prozent. Die Einnahmen beliefen sich bis Mitte Jahr auf gut 14 Milliarden Dollar.

Einzig bei Farmers, der US-Tochter der Zurich, zeigte die Topline, wie der Umsatz genannt wird, nach oben. Aber nur marginal.

Farmers legte beim Ertrag um 1 Prozent zu. Nur: Bei Farmers handelt es sich um die mit Abstand kleinste Division. Knapp 1,5 Milliarden betrugen die Einnahmen.

Unter Greco sinken also sowohl die Aufwände als auch die Einnahmen. Der Italiener, der als Heilsbringer gefeiert wurde, hat damit wenig Nachhaltiges geliefert.

Die Börse zeigt sich euphorisch. Unter Greco steigt die Zurich-Aktie stetig nach oben. Sie kratzt an der...Continue reading here

Lukas Haessig
Im Frühling 2006 machte ich mich als freischaffender Wirtschaftsjournalist mit Sitz in Zürich selbständig. Für den Zürcher Tages-Anzeiger und die Schweizer Handelszeitung schreibe ich regelmässig Artikel, zudem arbeite ich als Wirtschaftsexperte für Radio 1. Im November 2011 startete ich die Internet-Finanzzeitung Inside Paradeplatz.

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