Wednesday , August 23 2017
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Lars Windhorst bringt Julius Bär in Bredouille

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Lars Windhorst machte zwei Mal Pleite. Jedes Mal stand der Financier wieder auf und vergrösserte den Einsatz. Nun sieht es wieder schlecht aus für den Deutschen. Gemäss Financial Times wurden ihm sein Privatjet und weitere Aktiven beschlagnahmt; dies auf Richteranordnung nach einer Zivilklage. Windhorst dementiert die Beschlagnahmungen. Er und die Gegenpartei seien in Gesprächen, um die Klagen zu lösen. Zuvor hiess es, Windhorst hätte sich mit der Belize-Gesellschaft Romanello des Russen Len Blavatnik geeinigt. Bei Romanello und den laut Financial Times vorgefallenen Beschlagnahmungen handelt es sich nur um die Spitze des Eisbergs. Windhorst und seine Muttergesellschaft Sapinda gerieten nämlich zuletzt oft in Rechtsfälle, aus denen sie sich herauskaufen mussten: mit

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Lars Windhorst machte zwei Mal Pleite. Jedes Mal stand der Financier wieder auf und vergrösserte den Einsatz.

Nun sieht es wieder schlecht aus für den Deutschen. Gemäss Financial Times wurden ihm sein Privatjet und weitere Aktiven beschlagnahmt; dies auf Richteranordnung nach einer Zivilklage.

Windhorst dementiert die Beschlagnahmungen. Er und die Gegenpartei seien in Gesprächen, um die Klagen zu lösen.

Zuvor hiess es, Windhorst hätte sich mit der Belize-Gesellschaft Romanello des Russen Len Blavatnik geeinigt.

Bei Romanello und den laut Financial Times vorgefallenen Beschlagnahmungen handelt es sich nur um die Spitze des Eisbergs.

Windhorst und seine Muttergesellschaft Sapinda gerieten nämlich zuletzt oft in Rechtsfälle, aus denen sie sich herauskaufen mussten: mit Norwegern, der italienischen Generali, dem erwähnten Russen-Milliardär.

Windhorst war trotzdem ein gern gesehener Kunde auf dem Finanzplatz Zürich. So war er lange wichtig bei der Zürcher Falcon Private Bank.

Von dort ist zu hören, dass seine Bedeutung in den letzten Monaten und unter neuer Führung stark abgenommen hat.

Nicht bekannt war bisher, dass Windhorst auch ein Grosskunde einer anderen wichtigen Privatbank rund um den Paradeplatz war: der Julius Bär.

Dort war Windhorst aktiv mit privaten Konten. Ob diese immer noch bei der Julius Bär liegen oder ob die Gelder inzwischen abgezogen wurden, ist nicht bekannt.

Über die Privatkonten von Windhorst liefen immer wieder Transaktionen, die intern zu reden gaben.

Sie beschäftigten eine Vielzahl von Bär-Leuten: die Betreuer an der Front, die Kontrolleure in der Compliance, die obersten Manager.

Laut einem Insider hätten 20 bis 30 Leute von den Windhorst-Konten gewusst.

Windhorst musste bei Bär Fragen beantworten, woher das Geld – es ging bei den Transaktionen oft um zweistellige Millionensummen – stammte und wofür er es verwendete.

Die Fragen wurden deshalb laut, weil das Muster stets das Gleiche war. Die Gelder flossen auf eines der Windhorst-Privatkonten und wurden von dort nach kurzer Zeit abgezogen.

Die Überweisungen kamen einige Male von Geschäftspartnern von Windhorst...Continue reading here

Lukas Haessig
Im Frühling 2006 machte ich mich als freischaffender Wirtschaftsjournalist mit Sitz in Zürich selbständig. Für den Zürcher Tages-Anzeiger und die Schweizer Handelszeitung schreibe ich regelmässig Artikel, zudem arbeite ich als Wirtschaftsexperte für Radio 1. Im November 2011 startete ich die Internet-Finanzzeitung Inside Paradeplatz.

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